Wie wirkt die Andullation auf die Entspannung

Woman practicing yoga at seashore

Körperliche Entspannung

Durch anstrengende körperliche und geistige Tätigkeiten entstehen im Körper Muskelanspannungen. Muskeln die verspannt sind, können nicht mehr mit Nähstoffen versorgt werden und führen in der Folge zu einer Schmerzauslösung. Die Andullation sorgt mit der Infrarot-Tiefenwärme für eine Erweiterung der Gefäße und durch die mechanische Vibration zu einer Lockerung der Muskulatur (*Ehlen, S. 2014) bzw. zu einer Reduktion des Muskeltonus und nachfolgend zu einer besseren Durchblutung des Muskels. Nährstoffe können wieder aufgenommen und die Verspannung wieder restlos aufgelöst werden.

Dies konnte auch im Rahmen aufwändiger EMG-Untersuchungen an Patienten mit Rückenschmerzen nachgewiesen werden (Gebel & Stutz, 2003/2004). Nach direktem Einsatz von sportlichen Belastungen führt dies dann zu einer deutlichen Steigerung des Regenerationsvermögens (Kovarova, L. et al. 2014). Die Regenerationsstudie, die an der Karlsuniversität in Verbindung mit dem dortigen Olympiastützpunkt durchgeführt wurde, untersuchte den Einfluss der Andullation auf das Regenerationsverhalten bei Leistungssportlern. Diese wurde in Kooperation mit der Prager Karls-Universität, dem Olympiastützpunkt und dem Militär von Tschechien realisiert. 14 Leistungssportler aus dem Olympischen Kader Tschechiens haben an dieser Studie teilgenommen. Im Rahmen eines Placebo-kontrollierten Labortests wurden die Teilnehmer nach einem Eingangstest in zwei homogene Gruppen eingeteilt. Dieser Eingangstest beinhaltete eine maximale Ausdauerbelastung bis zur totalen Erschöpfung. Im Zuge der Studie wurden diese Tests 2 x täglich (morgens & abends) durchgeführt. Die Versuchsgruppe erhielt nach jeder erschöpfenden Belastungseinheit eine Regeneration mit Hilfe der Andullationstechnologie. Die Kontrollgruppe wurde für den gleichen Nachbelastungszeitraum auf eine vergleichbare Unterlage gelegt. Beiden Gruppen wurde vorher mitgeteilt, dass sie eine Regenerationsförderung erhalten, die aktiv durch Vibrationen spürbar sind oder durch elektromagnetische Wellen, die im nicht wahrnehmbaren Bereich liegen.

Parameter zur Quantifizierung waren die absolute abgegebene Leistung, der Borg-Befindlichkeitsbogen, blutchemische Analysen aus Kapillarblut und venösen Blutentnahmen (Laktat, Urea, Kreatinine, Bilirubine, ALT AST,CK GL), die Herzfrequenz sowie weitere daraus berechnete Werte wie z.B. die HRV-Daten und Analysen des Frequenzspektrums.

In der Gruppe von Athleten, die die Andullation zur Regeneration eingesetzt haben, zeigte sich schon am ersten Tag eine statistisch signifikante Leistungsverbesserung. In der Kontrollgruppe gab es jedoch keine Verbesserung der Leistung. In der zweiten Belastungseinheit am zweiten Belastungstag, zeigte sich in der Gruppe der Andullation ein erneuter Anstieg der Leistungsfähigkeit. Diese Leistungssteigerung konnte jedoch statistisch nicht abgesichert werden.

In den blutchemischen Analysen zeigte sich bei der Andullationsgruppe eine Stabilisierung der Nachbelastungswerte im Laktat, wohingegen die Kontrollgruppe starken Schwankungen im Laktatwert nach Belastungsabbruch unterlag. Diese Unterschiede erreichten lediglich nur ein Signifikanzniveau von 6% und sollten nicht über interpretiert werden. Unterschiede wurden ebenso gefunden in der Bewertung der Gesamt-Spektral-Leistung (HRV). Während diese in der Kontrollgruppe signifikant schlechter wurde, verbesserten sich die Werte deutlich bei der Andullationsgruppe.

Eine leistungsfördernde Wirkung auf kardiologische Parameter des vegetativen Nervensystems kann somit festgestellt werden.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Andullationstherapie die Leistungsfähigkeit hinsichtlich der abgegebenen leistungsdiagnostischen Daten fördert. Auch die blutchemischen Parameter zeigen eine verbesserte Regenerationsfähigkeit. Darüber hinaus konnte der allgemeine Zustand der Probanden durch die regenerationsfördernde Wirkung der Andullation positiv beeinflusst werden.

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Geistige Entspannung

Stress wirkt sich auf das vegetative Nervensystem aus, welches aus einem anregenden Part (Sympathikus) und einem beruhigenden Part (Parasympathikus) besteht. In einer Stresssituation ist das Level des Sympathikus erhöht um den Anforderungen gerecht zu werden und den Körper in Alarmbereitschaft zu setzen (fight or flight). Um das Gleichgewicht wieder herzustellen, sorgt die Andullation mit der mechanischen Vibration für die Entsendung beruhigender Signale, welche die anregenden Signale des Sympathikus wieder reduzieren und die Balance zwischen den beiden Gegenspielern wieder herstellt*. Die Infrarot-Tiefenwärme bringt die Schwingungen der mechanischen Vibration tiefer in das Gewebe. Dadurch wird der Stress noch schneller abgebaut.

Im Rahmen der Studie über den Einfluss mechanischer Schwingungen auf Parameter des vegetativen Nervensystems konnten erste Erkenntnisse der Andullation auf das autonome Steuerungssystem gewonnen werden. In der Annahme das die Probandengruppe von Studenten der KIT zu Prüfungszeiten einen erhöhten Stresslevel haben, wurde untersucht welche Frequenzen (70 vs. 20 Hz) einen Stress reduzierenden Einfluss haben. Die sympatho-vagale Balance (LF/HF) unterschied sich zwischen 70 Hz und Placebo Gruppe sowie 20 Hz und Placebo Gruppe. Der Mittelwert der 20 Hz Gruppe sank nach der Intervention weiter ab, während der Mittelwert der Placebo Gruppe anstieg. Sowohl die Cortisol Messungen als auch die Balancewerte der neurologischen Parameter zeigten, dass zu Beginn der Studie in beiden Subgruppen kein erhöhtes Stressniveau vorhanden war. Die Annahme mit einer stressgeplagten Studentengruppe die Untersuchung zu beginnen, stellte sich im Nachgang der Auswertungen als falsch heraus. Folgerichtig konnten die Fragestellungen nicht befriedigend beantwortet werden. Es konnte lediglich eine Tendenz zur Favorisierung niederer Frequenzen im Rahmen der Stressreduktion erkannt werden.