Multizentrische Studie*
zur Wirkung des hhp Andullationstherapie-Systems* auf Patienten mit degenerativen* Beschwerden der Wirbelsäule
Die Studie wurde durchgeführt von
- Dr. med. Claus Oberbillig
Facharzt für Orthopädie Wiesbaden - Dr. med. J. Mortier
Orthopädische Universitätsklinik Frankfurt - Dr. med. Tiberius Matcau
Gemeinschaftspraxis Kadelburg - Dr. med. Stephan Müller
Orthopädische Gemeinschaftspraxis Gelnhausen
Rückenschmerzen sind mittlerweile zur Volkskrankheit Nr. 1 geworden und haben einen nicht unerheblichen Anteil an den Ausfallszeiten in Betrieben.
- 60 – 80 % der Deutschen leiden unter Problemen mit der Wirbelsäule.
- Im Jahre 2006 litten mehr als 50 % aller Berufstätigen unter Rückenschmerzen.
- Rund 20 % der Arbeitnehmer melden sich wegen Rückenschmerzen krank.
1. Problemhinführung
Durch die Anwendung des Therapiesystems von hhp sind mannigfaltige positive Rückmeldungen der Anwender über eine verbesserte Durchblutung, Entspannung der Rückenmuskulatur, Schmerzreduktion und Auflösungen von Lymphstaus gemeldet worden.
Die mangelnde Durchblutung der Rückenmuskulatur und die damit verbundene verschlechterte Versorgung des gesamten Rückenkomplexes mit wichtigen Nährstoffen für den Zellstoffwechsel, führen zu einer chronifizierten* Mangelernährung essentieller* Gewebsstrukturen.
Hält dieser Zustand längere Zeit an, leidet sowohl die Elastizität der betroffenen Gewebe, als auch die Kontraktilität* der Muskulatur. Myogelosen* in Form von multiplen Muskelverhärtungen sind die unmittelbaren Folgen und die Vorstufe von einer sich verschlechternden Rumpfstatik. Diese zeigt sich zumeist in einer Insuffizienz* der Rückenstrecker bzw. in einer atrophierten* Muskulatur der ventralen* Rumpfmuskulatur.
Aufgrund der positiven Patientenrückmeldungen der Applikation* von andullierenden* Schwingungen auf das Beschwerdebild von Wirbelsäulen Patienten untersucht.
2. Methodik
In einer breit angelegten multizentrischen* Studie wurden insgesamt 99 Patienten mit Rückenbeschwerden, davon 76 weiblich und 23 männlich, über einen Beobachtungszeitraum von 10 Behandlungen aufgenommen.
Der Altersdurchschnitt lag bei 57 Jahren (33 – 85 Jahre). Die größte Gruppe umfasste die Altersgruppe zwischen 44 und 64 Jahren.
17 Patienten hatten vorwiegend HWS* Beschwerden, 12 Patienten vorwiegend BWS* Beschwerden. Die Mehrzahl von 60 Patienten litt unter LWS* Beschwerden. Eingeschlossen wurden alle Patienten mit chronischen*, d.h. mehr als 6 Monate andauernden, degenerativen* Beschwerden der Wirbelsäule.
Ausschlusskriterium waren schwere Osteoporose*, Schwangerschaft und Tumorleiden (Voroperationen, Opiat- medikation*).
Die Messung der Schmerzen erfolgte nach der VAS Skala*. In die Untersuchung wurden neben den klinischen Befunden, die Auswertungen des „SF 36 Fragebogens“* einbezogen.
Etwaige begleitende Therapien wie lokale oder systemische Schmerztherapie und physikalische Therapie sowie osteopathische Behandlungen und diagnostische Tools wurden ebenfalls erfasst. Die jeweiligen Parameter des standardisierten SF 36 Fragebogens sowie der jeweilige klinische Untersuchungsbefund wurden vor der ersten, nach 5 und nach 10 Behandlungen erfasst und varianzanalytisch* ausgewertet.
Eine Untergruppierung in die HWS-, BWS- oder LWS-Gruppe erfolgte nicht, da eine detaillierte Aussage dann nicht mehr mit hinreichender statistischer Untermauerung möglich gewesen wäre.
Die Behandlungen umfassten neben der Krankengymnastik, Akupunktur, Neuraltherapie* auch osteopathische Behandlungen und die Kombination von Krankengymnastik mit den o. g. Behandlungstools bei 73 von 99 Patienten.
3. Darstellungen der Ergebnisse
Im Laufe der drei Befragungen wurden die Aktivitäten an einem normalen Tag erfragt.
Besuch Nr. 1 – Vor der Behandlung
Besuch Nr. 2 – Nach 5 Behandlungen
Besuch Nr. 3 – Nach 10 Behandlungen
Reduktion der Beschwerden bei stark beanspruchten Tätigkeiten
Stark beanspruchende Tätigkeiten wie Joggen, Heben schwerer Gegenstände wurden nach 5 Behandlungen deutlich besser absolviert. Nach 10 Behandlungen stellte sich keine weitere Verbesserung ein (s. Abb. 1).

Abb. 1: Veränderungen von Beschwerden bei stark beanspruchenden Tätigkeiten über 3 Messzeitpunkte. Die Abbildung zeigt einen deutlichen Rückgang der Beschwerden infolge der regelmäßig durchgeführten Anwendungen mit dem hhp Therapiesystem.
Beschwerderückgang beim Tragen mäßig schwerer Lasten
Bei mäßig schweren Tätigkeiten wie Tragen eines Tisches oder Staubsaugen konnte eine signifikante Besserung auch noch bei der dritten Befragung festgestellt werden (siehe Abb. 2).

Abb. 2: Regelmäßige Anwendungen des hhp-Therapiesystems führten zu einem deutlichen Beschwerderückgang beim Tragen mäßig schwerer Lasten.
Beschwerderückgang beim Heben von Einkaufstaschen
Das Heben und Tragen von Einkaufstaschen wiederum zeigte eine signifikante Verbesserung, wenn auch nicht im gleichen Maße wie bei den mittelschweren Lasten (Vergleich Abb. 3).

Abb. 3: 10 Behandlungseinheiten mit dem hhp Therapiesystem führten zu einem deutlichen Beschwerderückgang beim Heben von Einkaufstaschen.
Rückgang der Arbeitsunfähigkeit
Der Erhalt der Arbeitsfähigkeit und/oder die Verrichtung von regulären täglichen Aktivitäten sind gesundheitsökonomisch bedeutende Parameter. Hier konnte eine Verbesserung mit einer Irrtumswahrscheinlichkeit von 3% erreicht werden (Abb. 4).

Abb. 4: Im Verlauf der Studie konnte bei den untersuchten Patienten ein Rückgang der Arbeitsunfähigkeit festgestellt werden.
Aufheiterung der Stimmungseinlage
Mit der körperlichen Anspannung bzw. Verspannung gehen häufig seelische Verspannungen einher. Die Frage „Waren Sie nervlich so fertig, dass nichts Sie aufheitern konnte?“ wurde nach dem letzten Besuch häufiger positiv (8%) beantwortet (s. Abb. 5).

Abb. 5: Aufgrund regelmäßiger Anwendungen des hhp Therapiesystems konnten statistisch signifikante Aufheiterungen der Stimmungslagen der untersuchten Patienten festgestellt werden.
Selbsteinschätzung der Schmerzen
Die Selbsteinschätzung der Schmerzen durch die Patienten nach der visuellen Analogskala (VAS)* mit einer Skalierung von 0-9 (0 = keine Schmerzen, 9 = stärkste Schmerzen) ist ein wichtiges und unverzichtbares Messinstrument für die Beurteilung von Schmerzen. In unserer Studie konnte eine signifikante Besserung des Schmerz-Niveaus schon nach den ersten 5 Behandlungen festgestellt werden (Abb.6).
Bei der Beantwortung der Frage nach dem Schmerzmittelverbrauch gab es keine einheitliche Antwort. Aber doch knapp 30% gaben eine Reduktion des Schmerzmittelverbrauchs an. Der Schlaf ist enorm wichtig, um dem Körper und dem Geist Erholung zu gewähren. 57,4% der Patienten gaben eine Besserung der Durchschlaffähigkeit an. Die meisten Verspannungen traten im LWS Bereich auf. Insgesamt äußerten 46,6% der Probanden eine Minderung der Verspannungen nach den Behandlungen.
Reduktion des Schmerzempfindens

Abb. 6: Eine deutliche Reduktion des Schmerzempfindens konnte schon nach der 5. Behandlung mit dem hhp Andullationstherapie-System aufgezeigt werden, bei dauerhaft niedrigem Schmerzempfinden.
Zusammenfassung und Ausblick
Durch die multizentrische* Studie wird eindrucksvoll dargelegt, dass schon durch 10 Anwendungen auf dem hhp Andullationstherapie-System zu je 15 min. Dauer eine signifikante Besserung der muskulären Verspannungen an der Wirbelsäule festzustellen ist. Signifikante Verbesserungen der Schmerzen an der Wirbelsäule, der Stimmungslage, die Steigerung des subjektiven Wohlbefindens und der Konzentrationsfähigkeit konnten nachgewiesen werden.
Die Durchschlaffähigkeit und damit die Verlängerung der für die Erholung von Geist und Körper wichtigen REM* Phasen sind weitere positive Resultate der Studie. Es ist zu erwarten, dass die regelmäßige Nutzung der hhp Massageliege zu einer deutlichen und anhaltenden Minderung von Beschwerden an der Wirbelsäule führt.
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Studienübersicht:
* Multizentrische Studie: Untersuchung, die in einer Vielzahl von Institutionen durchgeführt wurde
* Andullation / andullierend / Andullationstherapie: Unter Andullation wird ein spezifisches Therapieverfahren zur Erzeugung von biologischen Resonanzschwingungen verstanden, wobei diese Resonanzschwingungen – mittels eines breiten und wechselnden Frequenzfensters im Sinne einer modulierten Frequenzänderung – spezifisch auf das Krankheits- oder Beschwerdebild eingestellt werden können.
* degenerativ: funktionsmindernd durch Verschleiß, Alterung oder Fehl-/Nichtgebrauch
* chronifiziert /chronisch: dauerhaft
* essentiell: bezeichnet einen lebensnotwendigen Stoff
* Kontraktilität: Fähigkeit sich zusammen zu ziehen
* Myogelosen: Verhärtung der Muskulatur
* Insuffizienz: eingeschränkte Funktionsfähigkeit
* Atrophiert: reduziert
* Ventral: zum Bauch gehörend, bauchseitig
* Applikation: Behandlung
* HWS: Halswirbelsäule
* BWS: Brustwirbelsäule
* LWS: Lendenwirbelsäule
* Osteoporose: Knochenschwund
* Opiatmedikation: Schmerzbehandlung mit Rauschmitteln wie Morphium und anderen Stoffen
* SF36 Fragebogen: krankheitsübergreifendes Messinstrument zur Erfassung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität in 8 Subskalen
* VAS Skala: Visuelle Analog Skala – Anschauliches Hilfsmittel zur Feststellung des Schmerzgrades
* Varianzanalytisch: statistisches Prüfverfahren
* Neuraltherapie: Alternativmedizinischer Ansatz, eine Heilung mittels örtlicher Betäubung herbeizuführen
* REM Phase: “Rapid Eye Movement” beschreibt eine Schlafphase, die durch Augenbewegung und lebhaftes Träumen gekennzeichnet ist

