Lymphdrainagestudie – Biomed

Auszug aus der Studie über die Lymphdrainagewirkung
von andullierender Therapie

Zeitraum:
Juli bis September 2004

Durchführung:
In einem ambulanten Rehabilitationszentrum bei Patienten mit Lymphstauungen

Betreuung:
Dr. phil. Roland Stutz

Ansatz

Prof. Dr. phil. Roland Stutz
- Betreuer der Studie -

40 Patienten mit Lymphstauungen aus einem Ambulanten Rehabilitationszentrum wurden im Rahmen einer Querschnittsanalyse auf zwei Subgruppen randomisiert* aufgeteilt. Eine Gruppe mit 20 Patienten diente als Kontrollgruppe, die verbleibenden 20 Patienten wurden der eigentlichen Intervention* zugeführt. Alle Patienten durchliefen den gleichen Untersuchungsplan.

Der Unterschied der beiden Subgruppen lag ausschließlich darin, dass die Wirkgruppe (1) eine 20 Minuten andauernde Applikation* des Lymphdrainageprogramms erhielt, wohingegen die Placebogruppe* (0) für den gleichen Zeitraum auf eine identische Behandlungsliege gelegt wurde, deren Funktion dem Patienten nicht bekannt gegeben wurde.

Im Sinne einer Doppelblindstudie* war auch dem Versuchsleiter nicht bekannt, welche unmittelbare Behandlungswirkung die Placebomatte hatte.


Methodik

Zu Beginn der Untersuchung wurden Umfangsmaße des Beins, subjektives Schmerzempfinden, Mobilität des Kniegelenkes und eine Körperzusammensetzungsanalyse durchgeführt.

Anschließend wurden die Patienten entsprechend des Randomisierungsplanes* der zugehörigen Intervention* zuge- führt. Im Anschluss daran wurden in gleicher Reihenfolge die eingangs erhobenen Parameter erneut untersucht.

Alter Grp. 0 40,1 Jahre
Grp. 1 37,3 Jahre
Größe Grp. 0 179,8 cm
Grp. 1 177,4 cm
Gewicht Grp. 0 79,6 kg
Grp. 1 76,5 kg
Fettanteil Grp. 0 20,8 %
Grp. 1 18,8 %

Tab1. Anthropometrische* Daten des untersuchten Patientenguts

Aufgrund der vielfältigen methodischen Untersuchungsansatzes eine Lymphdrainagewirkung zu untersuchen, wurde bewusst versucht, alle erdenkbaren Parameter im Zusammenhang mit einer möglichen Flüssigkeitsumverteilung zu registrieren.
Hierzu zählten die Erfassung der Mobilität des betroffenen Kniegelenkes mit einer isokinetischen* Diagnosestation, der Flüssigkeitsverteilung über den Gesamtorganismus durch ein 8 Kanal Analysegerät auf Basis der Impedanzmessung*, eine Umfangsmaßbestimmung der Beine mit dem Maßband mit anschließender Volumenberechnung nach dem vorgegebenem Hanavan Modell, als auch die Registrierung des subjektiven Schmerzscores* zur Erfassung einer möglichen Veränderung.


Ergebnisse

Das Studienobjekt: Das hhp Therapiesystem mit Infrarot-Tiefenwärme

Fasst man die Ergebnisse der vorliegenden Studie zusammen, ergibt sich ein stimmiges Bild einer positiven Wirkung der Anwendung von medizinischen Therapieprogrammen auf das Lymphsystem des Menschen.

Insbesondere bei dem untersuchten Patientengut mit Lymphstauungen an den unteren Extremitäten, hervorgerufen durch orthopädisch/traumatologische Verletzungen bzw. operative Eingriffe.

Die Resultate der vorgelegten Studie zeigen in den meisten Parametern eine signifikante* Veränderung der Kennwerte, die dahingehend zu interpretieren sind, dass eine Lymphdrainagewirkung des untersuchten medizinischen Therapiesystems an dem untersuchten Patientengut mit Stauungen in den unteren Extremitäten vorliegt.
Hierzu zählen Flüssigkeitsverschiebungen der Beine in Richtung Rumpf, Reduktionen der betroffenen Umfangsmaße bzw. Volumina des gesamten Extremitätenabschnitts (Beine) und eine damit einhergehende Verbesserung der Beweglichkeit des Kniegelenkes.


Lymphstau

„Die Anwendung des Lymphdrainageprogramms des hhp Therapiesystems bei Patienten mit Lymphstauungen in den unteren Extremitäten führt zu einer signifikanten* Minderung des Flüssigkeitsvolumens der betroffenen Beinseite.“

Anhand der grafischen Darstellung in Abbildung 1 lässt sich aufzeigen, dass aufgrund der Intervention* eine Flüssigkeitsabnahme in beiden Subgruppen stattfand. In der Wirkgruppe zeigt sich jedoch eine signifikante* Abnahme der Körperflüssigkeit in den Beinen als in der Placebogruppe*. Dies zeigt in eindruckvoller Weise die Wirkung der Schwingung auf das Lymphsystem.

Abb. 1.: Grafische Darstellung der Mittelwerte der Differenzen vor und nach der Intervention*. Die untersuchten Parameter zeigen die mittleren Differenzwerte der berechneten Volumenmenge für die linke Beinseite links DIFFVOLL* und rechts DIFFVOLR* der beiden Subgruppen (Gruppe 0 = Placebogruppe*, Gruppe 1 = Wirkgruppe).


Mobilität

Stimmig ist auch die Volumenreduktion der Beine aufgrund reduzierter Umfangsmaße mit den Veränderungen, die sich durch den Trend der Körperflüssigkeitsanalyse zur Flüssigkeitsverschiebung der Beine in den Rumpf schon angedeutet hatte.
Die deutlich erhöhte Kniegelenksbeweglichkeit der betroffenen Beinseite unterstreicht den Effekt der Lymphdrainagewirkung dadurch sehr markant, weil der erzielte Effekt sich in der Placebogruppe* nicht darstellte (Abb2).

Durch die Anwendung des Lymphdrainageprogramms des hhp Andullationstherapie-Systems bei Patienten mit Lymphstauungen in den unteren Extremitäten wird die Kniegelenks- beweglichkeit verbessert.

Nach individueller Differenzwertbildung zeigt sich ein eindeutigeres Verhalten der Gelenkmobilität aufgrund der medizinischen Andullationstherapie. Während in beiden Grafiken (Abb. 2) die Placebogruppe* (Gruppe 0) nahezu gleichbleibende Mobilität aufweißt, zeigt die Wirkgruppe (Gruppe1) doch erhebliche Steigerungen der Gelenkmobilität in beiden Bewegungsrichtungen Flexion* (linke Abbildung) und Extension* (rechte Abbildung).
Dieser deutliche Unterschied ist auf die Intervention* des Therapiesystems zurückzuführen, da zunächst keine Eingangsunterschiede zwischen den Subgruppen festgestellt wurden und der Versuchsplan für beide Gruppen das gleiche Prozedere bis auf die Intervention* vorsah.
Die Mobilitätserhöhung des Kniegelenkes insbesondere in der Flexion* (Abb. 2 linke Seite), lässt auf ein Abschwellen des Knieinnenraumes schließen, welches durch Anregung des Lymphflusses aufgrund der Intervention* hervorgerufen wurde. Folgerichtig zeigt sich ein Trend zur Flüssigkeitszunahme im Rumpf in der Wirkgruppe.
Hierbei tritt besonders der signifikante* Zusammenhang zwischen Schmerzreduktion und erhöhter Mobilität des Kniegelenkes in Richtung der Flexion* mit einem Korrelationswert von r= -.76 auf.
Demzufolge ist nach Auflösung des Lymphstaus in der Wirkgruppe eine erhöhte Mobilität des Kniegelenkes festzustellen, die mit einer Schmerzreduktion am betroffenen Gelenk einhergeht.

Abb. 2: Grafische Darstellung der Mittelwerte der Differenzen vor und nach der Intervention*. Die untersuchten Parameter zeigen die mittleren Differenzwerte der Gelenkmobilität in der Bewegungsebene Flexion DMFLEX* und der Extension DMEXT* der beiden Subgruppen (Gruppe 0 = Placebogruppe*, Gruppe 1 = Wirkgruppe).


Schmerzreduktion

Bei statistischer Hypothesenprüfung zeigt sich eine signifikante* Schmerzreduktion hervorgerufen nur durch die Anwendung des hhp Therapiesystems.
Die Placebogruppe* reguliert zwar ihr Schmerzempfinden in die gleiche Richtung, diese geringe Veränderung ist jedoch nicht signifikant* (Abb. 3). Umso interessanter ist die Tatsache, das vor der Anwendung kein bedeutender Unterschied im Schmerzempfinden zwischen den beiden Gruppen bestand.Die vielfältigen positiven Auswirkungen eines angeregten Lymphsystem sind umfassend noch gar nicht erforscht. Insofern kann es möglich sein, dass das Andullationstherapie-System bei vielen anderen Beschwerdebildern zu einer Linderung führen kann.
Weiterhin bleibt anzuregen, das Wirkprinzip der Schwingungen auf die verschiedensten Gewebeschichten detailliert zu untersuchen. Hinweise aus der Grundlagenforschung können hierzu nur ermutigen.
Durch die Anwendung des Lymphdrainageprogramms des hhp Therapiesystems bei Patienten mit Lymphstauungen in den unteren Extremitäten wird das Schmerzempfinden reduziert.

Abb. 3: Grafische Darstellung der Mittelwerte der Differenzen der subjektiven Schmerzscorepunkte*. Die untersuchten Parameter zeigen die mittleren Differenzwerte der ermittelten Schmerzscorepunkte* vor und nach der Intervention* der beiden Subgruppen (Gruppe 0 = Placebogruppe*, Gruppe 1 = Wirkgruppe).


Fordern Sie jetzt Ihr persönliches Angebot an!

Studienübersicht:

  • Rückenschmerzen

    Peter Staudinger Studie
  • Beweglichkeit

    Sporeg Studie
  • Wirbelsäule

    Multizentrische Studie
  • Befindlichkeit

    Schmerzstudien Universität Karlsruhe
  • Fettabbau

    IMR Studie
  • Lymphsystem

    Europa Fachhochschule Fresenius
  • Stress

    Stress Studie
  • Lymphdrainage

    Biomed Studie
  • Entspannung

    Dr. Uwe Gerlach Studie
  • Parkinson

    Klinik am Haussee Studie
  • Zellvitalisierung

    IMR Expertise Studie
  • Seekrankheit

    Seekrankheit Studie


* randomisiert: zufällig
* Intervention: Anwendung
* Applikation: Behandlung
* Placebogruppe: Anwendungsgruppe ohne Wirkung
* Doppelblindstudie: international wissenschaftliche Vorgehensweise
* Randomisierungsplan: zufälliger Verteilungsplan
* Anthropometrisch: Lehre der Körpermaße: Größe, Gewicht,…
* isokinetisch: gleichbleibende Bewegungsgeschwindigkeit
* Flexion DMFLEX: Differenz der Mobilität in der Beugung
* Extension DMEXT: Differenz der Mobilität in der Streckung
* Flexion: Beugung
* Extension: Streckung
* Impedanzmessung: Widerstandsmessung
* Schmerzscore: Schmerzempfinden
* signifikant: deutlich, wesentlich
* DIFFVOLL: Differenz des Volumens im linken Bein
* DIFFVOLR: Differenz des Volumens im rechten Bein