Arthrose

Die Andullationstherapie kann dazu beitragen, dass Schmerzen, die im Rahmen der Arthrose auftreten, gelindert werden. Bitte beachten Sie, dass mit der Andullationstherapie die Arthrose als Krankheit nicht therapiert werden kann und diese insoweit eine ärztliche Konsultation nicht ersetzt.

Allgemeines zu Arthrose

Arthrose ist eine der häufigsten Abnutzungserscheinungen an den Gelenken: Jeder zehnte bis zwanzigste Bundesbürger zwischen fünfzig und sechzig ist Schätzungen zu Folge davon betroffen. Der Verschleiß führt zu einer fortschreitenden Zerstörung des Gelenkknorpels. Zudem können die Kapsel des Gelenks sowie die umliegende Muskulatur betroffen sein. Nach und nach verkümmert das Knorpelgewebe und schließlich kann das Gelenk nicht mehr reibungslos bewegt werden.

Ursachen und Symptome von Arthrose


Ursachen

Die Vorgänge, die hinter einer Arthrose stehen, sind noch nicht genau geklärt. Widerlegt ist jedoch inzwischen, Arthrose sei altersbedingt. Zwar stellt das Alter einen Risikofaktor dar, da mit den Jahren Elastizität und Belastbarkeit des Gelenkknorpels zurückgehen. Doch auch bei vielen jüngeren Menschen lassen sich bereits erste Verschleißerscheinungen an den Gelenken feststellen. So wird heute angenommen, dass Arthrose durch ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren entsteht:

  • Verletzungen und Unfälle

    Rund ein Drittel der Arthrosen ist dadurch bedingt. Um die Degeneration des Gelenkknorpels in Gang zu setzen, genügen bereits kleinste Verletzungen: Selbst kleine Risse in Sehnen und Bändern beeinträchtigen den Knorpel.

  • Anhaltende Überlastung

    Werden bestimmte Bewegungen Tag für Tag und über Jahre hinweg ausgeführt, kann dies zur Überlastung der betreffenden Gelenke führen: Berufsbedingte Arthrosen sind keine Seltenheit. Auch Überlastung durch Übergewicht ist Gift für die Gelenke.

  • Vererbung

    Die Ursache für Arthrose kann auch in den Genen liegen: Studien haben bestätigt, dass erbliche Veranlagung mit für den Verschleiß der Gelenke verantwortlich ist.

  • Fehlstellungen

    Manche Menschen haben eine angeborene Fehlstellung eines Gelenks. Dies kann dessen Abbau beschleunigen.


Symptome

Typische Anzeichen sind Spannungsgefühle und Steifheit morgens in dem betroffenen Gelenk. Ebenso charakteristisch sind so genannte Anlaufschmerzen: Zu Beginn einer Bewegung sind die Schmerzen heftig, lassen jedoch bei weiterer Belastung langsam nach. Weitere Symptome einer Arthrose sind knirschende und knackende Geräusche beim Bewegen des Gelenks sowie Muskelverspannungen und Schwellungen rund um das Gelenk. Viele der Betroffenen haben auch eine erhöhte Empfindlichkeit gegen feucht-kaltes Wetter. Je weiter der Verschleiß des Gelenks fortschreitet, desto intensiver werden schließlich die Symptome: Die Schmerzen treten häufiger und auch in Ruhe auf, und die Bewegungsfähigkeit des erkrankten Gelenks nimmt immer mehr ab.

Weitere Informationen

Arthrose ereilt niemanden von heute auf morgen: Der Verschleiß der Gelenke zieht sich vielmehr über viele Jahre hin. Bis jede Belastung des Gelenks Schmerzen verursacht, ist es ein weiter Weg. Dieser schleichende Verlauf ist auch das Tückische. Denn oft wird Arthrose erst erkannt, wenn sie schon fortgeschritten ist. Fatal, denn durch frühzeitiges Erkennen und Behandeln lässt sich viel gewinnen. Daher ist es wichtig, die Warnsignale einer Arthrose zu kennen und abklären zu lassen.

Details


Frühstadium

Abb.1: Funktionsfähiges Gelenk

Ausgangspunkt jeder Arthrose ist ein Defekt im Knorpelüberzug, der so genannte »Knorpelschaden«. Er ist zunächst meist nur auf kleine Flächen begrenzt, aber keineswegs harmlos: Selbst durch noch so kleine Knorpelschäden kommt es zu einschneidenden Veränderungen im Gelenk. Da auf einigen Abschnitten eine Zusatzlast liegt, werden auf Dauer die unter den erkrankten Knorpelbereichen liegenden Knochen angegriffen. Im Röntgenbild erkennbar durch Verdichtungen und Verhärtungen, die den Beginn der Arthrose markieren. Nach und nach lösen sich weitere kleine Knorpelteile ab, die in die Gelenkflüssigkeit gelangen und die Innenhaut des Gelenks angreifen. Das beschleunigt das Fortschreiten der Arthrose.


Zwischenstadium

Viele Patienten befinden sich in einem Zwischenstadium. Wie lange sich dieses hinzieht, ist individuell verschieden und davon abhängig, wie stark das geschädigte Gelenk belastet wird. Indem der Knorpel nach und nach zurückgeht, wird der Druck auf den darunter liegenden Knochen immer höher. Das einzige Mittel, ihn auszugleichen, ist ihn besser zu verteilen: Die Gelenkfläche vergrößert sich und bildet dazu knöcherne Ausziehungen, Osteophyten genannt. Diese Auswüchse sind vielfach tastbar und sogar oft von außen am Gelenk zu sehen. Die Veränderungen machen das Gelenk immer unbeweglicher und der Knorpelschaden breitet sich weiter aus.


Spätstadium

Nach und nach ist die Knorpelschicht abgerieben. Die darunter liegenden Knochen liegen nun frei und ohne Schutz auf den Knochen der Gegenseite. Im Röntgenbild ist deutlich zu sehen, dass sich die Knochen direkt berühren. Auch die Gelenkknochen selbst haben sich verändert – sie sind nun wesentlich dichter, härter und daher im Röntgenbild besser erkennbar. Sobald der Gelenkspalt vollkommen verschwunden ist, wird das betroffene Gelenk steif. Zur Behandlung kommen jetzt nur noch eine Operation und ein künstliches Gelenk in Betracht.

Abb. 2: Gelenk mit Verschleißerscheinungen

Schonen schadet

Verursacht das Bewegen eines Gelenks Schmerzen, nimmt man verständlicherweise ganz unwillkürlich eine Schonhaltung ein – schließlich sollen die Beschwerden so weit es geht reduziert werden. Doch im Versuch, das Gelenk zu schonen, fügt man diesem noch mehr Schaden zu. Denn durch das Meiden bestimmter Bewegungsabläufe kommt es zu Verspannungen der Muskeln am Gelenk. Nach einer Weile beginnt der überbeanspruchte Muskel, sich zu verkürzen. Damit zieht er einseitig an dem betreffenden Gelenk, was es zusätzlich belastet.


Gelenkfreundlich bewegen und abnehmen

Die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) empfiehlt bei Arthrose vor allem folgende gelenkschonende Sportarten: Gymnastik, Radfahren, Walking, Kraulschwimmen und Aqua-Jogging. Abgesehen von regelmäßiger Bewegung sollte etwaiges Übergewicht abgebaut werden – jedes Kilo zuviel schadet den Gelenken.


Maßnahmen

  • Medikamentöse Behandlung

    Solange der Gelenkknorpel noch nicht zu stark beschädigt ist, kommen Medikamente zur Anwendung. Damit sollen die Schmerzen gelindert, Entzündungen gehemmt und so die Bewegungsfähigkeit verbessert werden. Die bekanntesten Arzneimittel bei Gelenkbeschwerden sind nichtsteroidale Antirheumatika, kurz NSAR. Die Bezeichnung »nichtsteroidal« besagt, dass sie kein Kortison enthalten. Dennoch sollten NSAR nur kurzzeitig und in möglichst geringer Dosierung angewendet werden, da sie zum Teil erhebliche Nebenwirkungen haben. Weitere häufig eingesetzte Medikamente sind selektive Cox-2-Hemmer. Sie wirken ebenfalls gezielt gegen Schmerz und Entzündung, haben aber nicht so viele Nebenwirkungen wie NSAR. Falls die genannten Substanzen nicht ausreichend Besserung bringen, werden Kortisonpräparate eingesetzt. In der Regel als Injektion: Dabei wird Glukokortikoid, das dem körpereigenen Kortikoid verwandt ist, direkt in das erkrankte Gelenk gespritzt. Das hat den Vorteil, dass der Stoff ausschließlich dort wirkt, wo er auch gebraucht wird. Anders als mit Kortison in Tablettenform ist also nicht der gesamte Organismus belastet.

  • Physiotherapie

    Krankengymnastische Übungen verbessern die Beweglichkeit der Gelenke und wirken schmerzlindernd.

  • Ersatz der Gelenkflüssigkeit

    Diese Behandlung wird besonders bei Kniearthrosen häufig und mit guten Erfolgen eingesetzt. Dabei wird Gelenkflüssigkeit, Hyaluronsäure, direkt in den Gelenkspalt injiziert.

  • Operative Maßnahmen

    Einige Operationen können inzwischen ambulant durchgeführt werden, wie beispielsweise die Arthroskopie. Mit diesem so genannten minimal-invasiven Eingriff lässt sich das Gelenk säubern und spülen, und der Knorpel glätten. Ein weiteres Verfahren ist die Abrasion, bei der die oberste Schicht am Gelenkknorpel mechanisch abgetragen wird. Damit wird der Körper angeregt, selbst neues Knorpelmaterial herzustellen. Die Ultima Ratio ist der Gelenkersatz – allerdings erst, wenn alle anderen Therapien keine Besserung der Beschwerden mehr bringen.

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