Nervosität

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Übersicht zu Nervosität

Nervosität ist ein Zustand innerer Unruhe, bei dem die natürliche Gelassenheit deutlich verringert oder vollkommen verschwunden ist. Dies kann sich unter anderem durch Herzrasen, Schweißausbrüche, Händezittern und Liderzucken bemerkbar machen. Verantwortlich für diese Beschwerden ist das vegetative Nervensystem, das nicht willentlich zu kontrollieren ist.

Die Ursachen innerer Unruhe sind in den meisten Fällen in der Psyche zu finden. Stress, Hektik und Anspannung, ungelöste Konflikte, Leistungsdruck und Zukunftsängste – einige der vielen Faktoren, die einen Menschen nach und nach seiner Gelassenheit berauben. Denn sie setzen ihn unter emotionalen Stress, der eine enorme Belastung darstellt. Hält diese an, bekommt der Organismus keine Möglichkeit mehr, sich zu regenerieren. Das hat massive Folgen, welche die Betroffenen unmittelbar zu spüren bekommen: Sie sind nervös und gehetzt, überfordert und erschöpft. All diese Stresssymptome sind letztlich Warnzeichen, mit denen der Körper signalisiert, dass er eine Entspannung benötigt.

Mitunter hat Nervosität allerdings auch körperliche Ursachen. So kann sie begleitend zu einer Schilddrüsenüberfunktion oder einer Leberzirrhose auftreten. Auch eine Unterzuckerung im Rahmen von Diabetes mellitus geht mit typischen Anzeichen von Nervosität einher. Darüber hinaus führen die hormonellen Veränderungen im Zuge der Wechseljahre bei so manchen Frauen zu innerer Unruhe. Das gilt auch für anhaltenden Drogen- und Alkoholmissbrauch sowie für den Entzug dieser Suchtmittel.

Ursachen und Symptome von Nervosität


Symptome

Bei Nervosität geht die natürliche Gelassenheit zurück oder vollkommen verloren. Die Betroffenen fühlen sich gehetzt, gestresst und permanent unter Druck. Das zeigt sich meist auch in ihrer Körpersprache, Stimme und Sprache: unter anderem hebt sich die Stimme, die Sprache wird schneller und die Hände können nur schwer still gehalten werden. Bewegungen werden oftmals fahrig und unkoordiniert durchgeführt.

Weitere typische Anzeichen von Nervosität sind Schwindelanfälle, zitternde Hände, Herzrasen, Zucken der Augenlider und Schweißausbrüche. Besteht dieser Zustand der inneren Unruhe über einen längeren Zeitraum, kann es zu Appetitverlust und Schlafstörungen, Rücken-, Kopf- und Magenschmerzen sowie sogar zu Depressionen kommen. Weitere Begleiterscheinungen von Nervosität können Durchfall und Verstopfung, Herzrhythmusstörungen und Bluthochdruck sein.

 

Weitere Informationen

Die Warnsignale des Körpers bei Nervosität sollten unbedingt ernst genommen werden. Denn damit bittet er dringend um eine Änderung der Lebensweise, um das entgleiste vegetative Nervensystem wieder in sein Gleichgewicht zu bringen. Die wichtigste und erste Maßnahme sollte es deshalb bei Nervosität sein, im wahrsten Wortsinn ein paar »Gänge zurück zu schalten« und sämtliche Aufgaben ruhiger anzugehen. Nur wenn im hektischen Getriebe des Alltags regelmäßig Pausen eingelegt werden, findet der Organismus endlich einmal Gelegenheit zur Regeneration.

Details


Das vegetative Nervensystem

Das vegetative Nervensystem koordiniert eine Vielzahl lebenswichtiger Funktionen des Körpers. Es arbeitet dabei vollkommen autonom – dies bedeutet, dass es nicht willentlich zu beeinflussen ist. Das Vegetativum, wie das vegetative Nervensystem auch genannt wird, besteht aus dem Sympathikus und dem Parasympathikus. Beide arbeiten gegenläufig: Der Sympathikus versetzt als »Anspannungsnerv« den Körper in einen Zustand höherer Aufmerksamkeit und Fluchtbereitschaft. Der Parasympathikus als »Entspannungsnerv« drosselt die Aktivitäten und bringt den Körper in einen Ruhezustand.

Zu den Aufgaben der beiden Gegenspieler Sympathikus und Parasympathikus gehört unter anderem die Steuerung von Herzschlag und Atmung sowie von Verdauung und Stoffwechselprozessen. Auch die Schweiß- und Speichelbildung obliegt der Regulation des vegetativen Nervensystems. Darüber hinaus werden die Funktionen einzelner Organe, wie Herz, Leber, Niere und Geschlechtsorgane sowie die inneren Augenmuskeln vom vegetativen Nervensystem gesteuert.

Ist das vegetative Nervensystem überreizt, kommt es zu vorübergehenden oder länger anhaltenden nervösen Störungen im gesamten Körper sowie auch im Bereich eines bestimmten Organs, wie beispielsweise bei einem nervösen Magen.


Diagnose

Die Diagnose erfolgt anhand der Symptome durch eine umfassende Untersuchung. Meist werden auch Laboruntersuchungen im Hinblick auf das Blutbild, Schilddrüsenhormone und Blutzuckermessungen durchgeführt. Abhängig von den Beschwerden des Betroffenen kommen auch Ultraschalluntersuchungen der Schilddrüse, eine Szintigraphie oder eine Leberbiopsie (Gewebeentnahme aus der Leber) zum Einsatz.

Diagnose und Therapie

Das hhp Therapiesystem

Durch die Andullationstherapie lässt sich Stress wesentlich besser bewältigen. Ihre regelmäßige Anwendung macht nachhaltig resistenter gegen Stress und schützt vor dessen schädlichen Wirkungen. Zudem stoppt die Andullationstherapie den Stress in seinem schädlichen Wirken: Sie bringt den auf hohen Touren laufenden Sympathikus zur Ruhe und regt im Gegenzug den Parasympathikus an. Das Ergebnis dessen zeigt sich unter anderem an Herzfrequenz und Blutdruck. Diese und andere Indizien für das »Gestresstsein« werden durch das Verfahren deutlich verbessert. Das bestätigte sich auch in wissenschaftlichen Studien.

Die Andullationstherapie wird im hhp Therapiesystem eingesetzt. Informieren Sie sich jetzt darüber, wie dieses Therapiesystem Ihnen bei Ihrem individuellen Beschwerdebild optimal helfen kann.

Weitere Maßnahmen


  • Pflanzliche Beruhigungsmittel

    Die »grüne Apotheke« hält einiges zur wirksamen Behandlung von Nervosität bereit. Diese pflanzlichen Beruhigungsmittel haben den entscheidenden Vorteil, dass bei ihnen keine Gefahr der Abhängigkeit besteht und sie auch nicht mit Nebenwirkungen einhergehen – bei gleich guter Wirksamkeit wie ihre chemisch-synthetischen Pendants. Bewährte Heilpflanzen gegen Nervosität sind unter anderem Baldrian, Johanniskraut, Hopfen und Melisse. Spezielle Extrakte daraus können in Form von Tabletten oder Tinkturen eingenommen werden. Ihre gute Wirksamkeit haben die meisten dieser Präparate auch bereits auf dem wissenschaftlichen Prüfstand unter Beweis gestellt.

  • Regelmäßige Entspannung

    Wichtig ist, sich regelmäßige Ruhepausen im Tagesablauf zu gönnen – denn kein gesunder Mensch kann von morgen bis abends hochkonzentriert und leistungsfähig sin. Hirnforscher raten bereits nach 90 Minuten zu einer Pause. Darüber hinaus empfiehlt es sich, Entspannungstechniken wie Autogenes Training, progressives Muskeltraining nach Jacobson oder Yoga zu erlernen. Auch Akupressur und Fußreflexzonenmassage bieten eine wirksame Hilfe, besser zur Ruhe kommen zu können.

  • Körperliche Aktivität

    Beim Sport lassen sich Stress und Nervosität wunderbar weglaufen. Doch man sollte dabei auf keinen Fall ebenfalls wieder in Leistungsdenken verfallen. Sondern entspannt dahin traben… Schließlich geht es nicht darum, einen Wettkampf zu gewinnen, sondern Gesundheit.

  • Genussgifte meiden

    Aufputschern wie Kaffee, Nikotin und Alkohol sollten Menschen, die unter Nervosität leiden, aus dem Weg gehen. Denn diese zehren noch mehr an ihren Nerven.

  • Kneippsche Anwendungen

    Im Repertoire von Pfarrer Kneipp gibt es so manches, was sich als sehr wirksame Hilfe gegen Nervosität erwiesen hat. Dazu gehören unter anderem ein warmes Vollbad mit Badezusätzen aus Hopfen oder Heublumen und abends vor dem Schlafengehen genommen sowie das klassische Wassertreten. Auch wechselwarme Güsse bringen das auf Hochtouren laufende Nervensystem zur Ruhe.