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Übersicht zu Burnout-Syndrom
Burnout bedeutet zu Deutsch »ausgebrannt« und ist perfekt passend für diesen Zustand der totalen körperlichen und seelischen Erschöpfung. In diesen geraten immer mehr Menschen, denn die Zahl derer, die zuviel Stress über die Grenzen ihrer Belastbarkeit hinaus führt, hat deutlich zugenommen. Und zwar quer durch alle Berufs- und Altersgruppen: Die einstige »Krankheit der Manager« hat sich gewandelt und bedroht uns inzwischen alle.
Ursachen und Symptome von Burnout-Syndrom
Ursachen
Als Ursache für das Burnout-Syndrom gilt heute übereinstimmend Dauerstress. Wie gut dieser bewältigt und in seinen schädlichen Effekten kompensiert werden kann, ist individuell sehr unterschiedlich. Die so genannte Anpassungskapazität – die Fähigkeit, Stresssituationen erfolgreich zu meistern – hängt unter anderem von genetischen Voraussetzungen, der Erfahrungsgeschichte und der gesamten aktuellen Reizsituation des Betreffenden ab.
Da dauerhafter Stress der Auslöser des Burnouts ist, verwundert die wachsende Zahl der Betroffenen nicht. So bringt die wachsende Belastung im heutigen Berufsleben, die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes gepaart mit stetig steigenden Anforderungen, immer mehr Menschen über die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit hinaus.
Daneben bewirkt der Rückgang sozialer Vernetzungen die Zunahme des Burnout-Syndroms. Wie zahlreiche Studien belegt haben, stellt der Mangel an sozialen Kontakten und persönlichen Bindungen einen eigenständigen Stressor dar. Dieser psychische Stress verstärkt die negativen Effekte der Belastungen in Beruf und Privatleben zusätzlich.
Symptome
Der dauerhafte Stress fordert seinen Tribut in einer vielfältigen Symptomatik – wie es für ein Syndrom charakteristisch ist. Die einzelnen Symptome des Burnouts werden mittlerweile in vier Komplexe eingeteilt:
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Emotionale Erschöpfung
Sie ist gekennzeichnet durch eine zunehmende Antriebslosigkeit gepaart mit Schuldgefühlen, Frustration, Aggressionen und schlechtem Selbstwertgefühl. Die Betroffenen stumpfen emotional ab und ihre Zweifel am Lebenssinn verstärken sich mit zunehmender Intensität der Erschöpfung bis hin zu Suizidgedanken.
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Sozialer Rückzug
Die abnehmende Konzentrationsfähigkeit macht gesellschaftliche Interaktionen allmählich zu anstrengend. Das verstärkt das Gefühl der Einsamkeit und des Ausgeliefertseins.
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Körperliche Erschöpfung
Sie zeigt sich allen voran in ständiger Müdigkeit, geschwächtem Immunsystem und Muskelverspannungen. Weiterhin typisch sind Ohrgeräusche (Tinnitus), Kopfschmerzen, Herz-Kreislauf-Beschwerden, Rücken- und Gliederschmerzen sowie Schweißausbrüche.
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Schwächung der geistigen Leistungsfähigkeit
Charakteristisch und mit am meisten gefürchtet ist das drastische Absinken des Konzentrations- und Erinnerungsvermögens. Auch Kreativität und Verständnis logischer Sachverhalte gehen deutlich zurück.
Die Auswirkungen von Stress kennt jeder, allerdings nicht dessen Auslöser. Das hat seinen Grund und der liegt darin, dass Stress bei jedem Menschen durch etwas anderes ausgelöst wird: Nicht das, was auf uns einwirkt, sondern wie wir damit umgehen, macht uns Stress. Mit anderen Worten ist Stress das Ergebnis dessen, wie Anforderungen gedanklich verarbeitet werden. Und das ist individuell sehr unterschiedlich: Was für den einen Stress bedeutet, ist für den anderen Alltagsroutine. Entscheidend ist, wie man die Situation selbst bewertet. Solange wir uns einer Situation gewachsen fühlen, ist alles gut. Sind Leistungen durch Erfolgserlebnisse und Anerkennung gekrönt, hat Stress durchaus sein Gutes und heißt demnach – von griechisch eu, gut – Eu-Stress. Ergeben sich beim Abgleich zwischen den gestellten Anforderungen und den persönlichen Möglichkeiten zu deren Bewältigung jedoch Lücken, entsteht Di-Stress. Je größer die Kluft, desto stärker ist dieser.
