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Übersicht zu Arteriosklerose
Die Gefäßverkalkung, wie Arteriosklerose umgangssprachlich oft genannt wird, geistert als Schreckgespenst durch die westlichen Industrienationen. Zu Recht, denn sie stellt eine enorme Bedrohung für die Gesundheit dar: Arteriosklerose ist unter anderem ein bedeutender Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall.
Ursachen und Symptome von Arteriosklerose
Ursachen
Der Entstehung der Arteriosklerose liegt ein komplexes Netzwerk an Ursachen zu Grunde. Wie bei vielen anderen Erkrankungen sind es keine isolierten Auslöser, die den schädlichen Prozess in Gang setzen. Vielmehr werden die Funktionen der Gefäßwände durch das Zusammenspiel mehrerer Risikofaktoren aus ihrem Gleichgewicht gebracht. Als da beispielsweise wären Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte, Übergewicht sowie Rauchen. Leider addieren sich diese Gefahren nicht einfach, sondern potenzieren sich gegenseitig – und schrauben so das Gesamtrisiko drastisch in die Höhe. Wie dieses schließlich zur Arteriosklerose führt, ist inzwischen aufgeklärt. Die Schlüsselstelle ist dabei die Wand der Blutgefäße, das so genannte Endothel. Dies ist ein eigenes Organ, das eine Reihe von Aufgaben hat. So bildet es Stoffe, welche die Durchblutung regulieren, an entzündlichen Prozessen beteiligt sind und die Stabilität der Gefäßwand beeinflussen. Ebenso sorgt das Endothel dafür, dass sich die Blutgefäße weiten und verengen. Diese wichtigen Abläufe können jedoch nachhaltig, durch die erwähnten und andere Risikofaktoren, gestört werden. Es kommt zur so genannten endothelialen Dysfunktion, womit die Arteriosklerose ihren Lauf nimmt. Nun entstehen an der dünnen Innenhaut der Gefäße unter anderem Entzündungen und bilden sich feinste Risse. Diese Schädigungen verändern die Gefäßwände nach und nach. Das begünstigt in hohem Maße die Anlagerung von Blutfetten: An der geschädigten aufgerauten Oberfläche des Endothels kann hervorragend angedockt werden, was die Gefäße nach und nach verengt. Der direkte Weg zur Arteriosklerose…
Symptome
Die Arteriosklerose selbst macht keine Beschwerden. Das Problem: Sie tut nicht weh, sondern tickt als stille Zeitbombe ungehört vor sich hin. Erst wenn der Blutfluss in den Gefäßen deutlich vermindert ist, gibt sich die Arteriosklerose zu erkennen. Anhand einer Reihe von Symptomen, die jeweils für sich schwerwiegende Erkrankungen sind. Bei Gefäßverengungen an Becken und Beinen kommt es zur peripheren arteriellen Verschlusskrankheit. Sie wird auch Schaufensterkrankheit genannt, da die Betroffenen durch die auftretenden Schmerzen nach kurzen Gehstrecken zum Anhalten gezwungen werden. Ist die Nierenarterie betroffen, können Bluthochdruck und Nierenschäden bis hin zu Nierenversagen die Folge sein. Da Arteriosklerose die Wand der Aorta, der Hauptschlagader schwächt, kann es zu einem Aortenaneurysma, einer Erweiterung der Aorta kommen. Nicht zuletzt entwickeln sich durch die Gefäßverengungen koronare Herzkrankheiten wie Herzschwäche und Angina pectoris. Gefürchtete Folgen sind der Herzinfarkt und der Schlaganfall, deren Risiko durch eine Arteriosklerose massiv erhöht wird.

