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Übersicht zu Typ-2-Diabetes
Diabetes mellitus, auch Zuckerkrankheit genannt, ist eine Störung des Zuckerstoffwechsels. In deren Folge kommt es zur Erhöhung des Blutzuckerspiegels, einer so genannten Hyperglykämie. Diese heißt umgangssprachlich Zuckerkrankheit, da der Urin unbehandelter Patienten süßlich riecht. Diabetes tritt in zwei Formen auf, dem Typ-1-und dem Typ-2-Diabetes. Daneben gibt es noch seltenere Diabetes-Arten wie unter anderem den Schwangerschaftsdiabetes. Typ-2-Diabetes ist erheblich verbreiteter als die Typ-1-Form. Von dieser sind nur etwa fünf Prozent aller Diabetes-Patienten betroffen.
Ursachen und Symptome von Typ-2-Diabetes
Ursachen
Typ-2-Diabetes entsteht durch eine verminderte Sensitivität der Zellen gegenüber Insulin. Dabei handelt es sich um ein Hormon, dass in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird und das den Blutzuckerspiegel regelt. Die verringerte Empfindlichkeit gegenüber diesem Hormon, Insulinresistenz genannt, erhöht den Bedarf der Zellen: Sie brauchen mehr Insulin, weshalb die Bauchspeicheldrüse mehr davon bildet und ausschüttet. Dadurch kommt es jedoch auf Dauer zur Überlastung der Bauchspeicheldrüse, die in Folge immer weniger Insulin produzieren kann. Die Insulinresistenz hat mehrere Ursachen. Dazu gehören unter anderem Übergewicht und Fettsucht (Adipositas), erhöhte HDL-Cholesterin- und Triglycerid-Werte sowie Bewegungsmangel. Weitere Ursachen sind Bluthochdruck sowie Vererbung. So ist die Wahrscheinlichkeit dafür bei Menschen, bei denen ein Elternteil Typ-2-Diabetes hat, um bis zu 50 Prozent erhöht.
Symptome
Zunächst verursacht Typ-2-Diabetes kaum Beschwerden – der Grund, weshalb er oftmals erst in einem fortgeschrittenerem Stadium erkannt wird. In diesem kommt es dann zu Symptomen wie verstärkter Durst, erhöhter Harndrang und entsprechend häufigeres Wasserlassen sowie eine erhöhte Anfälligkeit für Infekte. Typische Begleiter von Typ-2-Diabetes sind darüber hinaus Abgeschlagenheit und Müdigkeit ohne ersichtlichen Grund, Juckreiz und Heißhungerattacken. Weiterhin können Sehstörungen, Schwindelanfälle sowie Kopfschmerzen und Übelkeit auftreten. Wird der Blutzuckerspiegel nicht richtig eingestellt, können die erhöhten Blutzuckerwerte einige Folgeerkrankungen verursachen. Dazu gehören Schäden an den kleinen Blutgefäßen, die so genannte diabetische Mikroangiopathie, die Durchblutungsstörungen und Verschlüsse der betroffenen Blutgefäße auslöst. Das bewirkt häufig Schädigungen an der Netzhaut, Retinopathie genannt. Diese können zu Sehstörungen bis hin zur Erblindung führen. Die Gefäßschädigungen können auch Erektionsstörungen und Funktionsstörungen der Nieren verursachen. Solche diabetischen Nephropathien können mitunter sogar Nierenversagen bewirken. Weitere Folgen von Typ-2-Diabetes können zudem Nervenschädigungen sein. Diese äußern sich meist durch brennende Schmerzen, Kribbeln und Missempfindungen an Beinen und Füßen. Die Durchblutungsstörungen können ferner die Wundheilung beeinträchtigen und das Risiko für Arteriosklerose, Gefäßverkalkung, Herzinfarkt und Schlaganfall erhöhen.
Der »Angstgegner« des Typ-2-Diabetikers: Im Zuge der Erkrankung kann es zu mitunter gefährlichem Unterzucker kommen. Dabei fällt der Blutzuckerspiegel unter einen Wert von 40 mg/dl. Das Gehirn wird auf Grund dessen nicht mehr mit genügend Zucker versorgt und der Patient kann das Bewusstsein verlieren. In solchen Fällen spricht man von einem hypoglykämischen Schock, der lebensgefährlich ist. Zum Glück kündigt sich Unterzucker an und tritt in der Regel nicht von einem Moment zum nächsten auf. Diese Warnsignale sind starke Hungergefühle (Heißhunger), Schweißausbrüche, Übelkeit und mitunter Erbrechen sowie ausgeprägtes Schwächegefühl. Zudem kann der zu niedrige Blutzuckerspiegel Herzrasen, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten und Unruhe verursachen. Treten diese Symptome auf, gilt es umgehend zu reagieren und den Blutzucker wieder anzuheben – beispielsweise durch ein Stück Traubenzucker, das viele Diabetiker aus gutem Grund stets mit sich führen. Auslöser für Unterzucker sind meist zu hohe Dosierungen der Medikamente, die zur Behandlung des Typ-2-Diabetes eingenommen werden. Mitunter kann auch Alkohol den Blutzuckerspiegel absacken lassen.

