Borreliose
Allgemein
Bei Borreliose handelt es sich um eine Infektion mit Bakterien namens Borrelia burgdorferi. Diese werden durch Stiche von Zecken auf den Menschen übertragen. Die Infektionskrankheit ist auch bekannt unter der Bezeichnung Lyme-Borreliose. Das kommt daher, dass die ersten Fälle von Borreliose in der US-amerikanischen Kleinstadt Lyme verzeichnet und beschrieben wurden.
Ursachen und Symptome
Ursachen
Verursacher der Borreliose ist die erwähnte Bakterienart Borrelia burgdorferi. Diese leben im Verdauungstrakt von Zecken. Von dieser Infektion betroffen sind allerdings nur eine Minderheit der Zecken und in unterschiedlichem Ausmaß – je nach Region etwa bis zu 20 Prozent der Tiere. Während die Zecke sticht, um Blut bei einem Wirt wie Mensch oder Hund Blut zu saugen, können die Borrelien übertragen werden.
Bevorzugte Orte für Zecken, um sich festzubeißen, sind feuchte und dunkle Regionen wie etwa die Achselhöhlen oder der Schambereich. Nach dem Saugen gibt die Zecke Reste von ihrer Blutmahlzeit aus dem Verdauungstrakt wieder in die kleine blutende Wunde des Wirtes ab. Dabei gelangen die Borrelien in den Körper des Wirtes, wo sie dann zur Borreliose führen können. Allerdings ist dass nur sehr selten der Fall: In unseren Breiten tritt nur bei zwei bis sechs Prozent der Bevölkerung nach einem Zeckenstich eine Borreliose auf. Diese ist übrigens nicht ansteckend, da die Borreliosen nicht von Mensch zu Mensch oder von Hunden auf den Menschen übertragen werden können.

Symptome
Die Borreliose verläuft in drei Stadien und tritt durch eine Vielfalt an Symptomen in Erscheinung. Bei rund der Hälfte der Infizierten kommt es zu keinerlei Beschwerden.
Im ersten Stadium, recht rasch nach der Infektion, zeigt sich an der Einstichstelle der Zecke eine Rötung, die sich nach und nach ausbreitet. Dieser rote Fleck wird medizinisch Erythema und umgangssprachlich Wanderröte genannt. Er ist mittig häufig aufgehellt und verursacht keine Schmerzen. Neben der Wanderröte kann es im ersten Stadium der Borreliose zu Fieber und Schwellungen der Lymphknoten, Bindehautentzündung sowie zu Muskel- und Kopfschmerzen kommen. Im zweiten Stadium der Erkrankung, in der Regel wenige Monate nach der Infektion, stellen sich dann brennende Schmerzen im Umfeld der Stichstelle ein. Weiterhin kann es zu Nervenentzündungen, Lähmungen und Empfindungsstörungen kommen. Auch am Herzen können Beschwerden auftreten wie Rhythmusstörungen oder eine Herzbeutel- oder Herzmuskelentzündung. Mitunter bilden sich rötliche Schwellungen an der Haut, vorzugsweise an den Brustwarzen, Ohrläppchen oder am Hodensack. Das dritte Stadium der Borreliose stellt sich meist erst viele Monate bis Jahre nach der Infektion ein. Es ist gekennzeichnet durch Gelenkentzündungen, die passend Lyme-Arthritis genannt werden. Davon sind meist die Gelenke der Knie, Finger und Zehen sowie des Kiefers und des Ellenbogens betroffen. In schweren Fällen können in diesem Krankheitsstadium an einigen Teilen des Körpers Lähmungen auftreten. Darüber hinaus stellen sich mitunter Hautveränderungen ein, die so genannte Acrodermatitis atrophicans Herxheimer. Dabei schwillt die Haut bläulich an einigen Körperbereichen an und wird zudem sehr dünn. Selten kommt es in diesem späten Stadium der Borreliose zu mentalen Symptomen wie Konzentrationsschwierigkeiten, nachlassender Kognition und Koordinationsstörungen.
Weitere Informationen
Nicht jede Zecke ist mit Borrelien infiziert: Im europäischen Raum ist das bei durchschnittlich zwanzig Prozent der Fall. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt in den Sommermonaten.
Vorbeugen
Direkte Vorbeugungsmaßnahmen gegen Borreliose gibt es ebenso wenig wie eine Impfung dagegen. Der beste Schutz ist es, Zeckenstiche gleich im vor hinein zu vermeiden. Dazu ist es vor allem wichtig, bei längeren Aufenthalten in der Natur solche Kleidungsstücke zu tragen, die viel vom Körper bedecken: lange Hosen und langärmelige Oberteile sowie feste Schuhe. Denn Zecken sitzen besonders gerne in hohem Gras und Sträuchern. Da sie auch flugs von unten durch Hosenbeine geklettert kommen, empfiehlt es sich, diese in die Socken zu stecken. Da kommt dann keine Zecke mehr durch… Gut ist weiterhin, Insektenschutzmittel zu verwenden. Das wirkt auch gegen Zecken, allerdings nur rund zwei Stunden. Danach ist der Schutzeffekt im wahrsten Wortsinn verpufft. Zu Hause angelangt, sollte stets der gesamte Körper aufmerksam auf Zecken untersucht werden.
Details
Zecken richtig entfernen
Ist es trotz aller Vorsicht passiert und eine Zecke hat sich fest gebissen, heißt es rasch, aber auch richtig handeln. Dazu gilt es allen voran, die Zecke möglichst nah über der Haut zu packen und sie dann langsam aus der Haut zu ziehen. Das geht am besten mit einer Pinzette. Wichtig ist, die Zecke heraus zu ziehen und nicht heraus zu drehen, da hierbei ihr Saugrüssel abrechen und in der Haut verbleiben kann. Ebenso darf der Körper der Zecke nicht gequetscht werden, da sonst möglicherweise die Erreger, die Borrelien, über den Stechrüssel in das Blut des Wirtes gelangen können. Ist es geschafft und die Zecke entfernt, wird die Einstichstelle desinfiziert. Finden sich noch Reste des Tieres, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Er kann die Reste dann durch einen kleinen ambulanten Eingriff vollkommen entfernen. Hausmittel wie beispielsweise Alkohol oder Klebstoff zum besseren Entfernen der Zecke sind übrigens absolut tabu! Denn derartige Maßnahmen erhöhen die Infektionsgefahr noch und erleichtern mitnichten die Entfernung des ungebetenen Gastes.

Diagnose
Zur Klärung der Diagnose wird nach der Untersuchung der Einstichstelle eine Blutprobe des Patienten genommen und im Labor untersucht. Finden sich dabei Antikörper gegen Borrelia burgdorferi, ist die Diagnose Borreliose jedoch nicht vollkommen gesichert. Denn die Antikörper gegen die Erreger sind mitunter erst Monate nach dem Stich der Zecke im Blut nachweisbar. Es kann also sein, dass keine Antikörper gefunden werden, der Betreffende aber dennoch mit Borrelien infiziert ist – einfach weil die Blutuntersuchung zu früh statt gefunden hat. Genauso gut kann es vorkommen, dass sich in der Blutprobe Antikörper finden, jedoch keine akute Infektion besteht. Denn die Antikörper sind über Jahre nachweisbar und können damit auch von einer weit früheren Infektion stammen.
Diagnose und Therapie

Das hhp Therapiesystem
In der Behandlung der Borreliose ist die Andullationstherapie ein wertvoller, weil sehr wirksamer Verbündeter. Das gilt vor allem im Hinblick auf die Gelenkbeschwerden, unter anderem durch die Lyme-Arthritis, sowie für die Schmerzen an Muskeln und Gelenken. Bei all diesen Beschwerden bewirkt die Andullationstherapie eine rasche und nachhaltige Linderung. Darüber hinaus verhindert sie eine mögliche Zerstörung der Gelenke durch die Lyme-Arthritis. Auf diese Weise können Gelenkschäden vermieden werden. Durch die stimulierende Wirkung der Andullationstherapie auf Durchblutung und Stoffwechsel kommt es weiterhin zu einer wesentlichen Verbesserung der vielen mit einer Borreliose einhergehenden Beschwerden.
Die Andullationstherapie wird im hhp Therapiesystem eingesetzt. Informieren Sie sich jetzt darüber, wie dieses Therapiesystem Ihnen bei Ihrem individuellen Beschwerdebild optimal helfen kann.
Weitere Maßnahmen
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Je früher, desto wirksamer
Bei einer Borreliose ist, wie bei vielen anderen Erkrankungen, ein frühzeitiger Behandlungsbeginn entscheidend für den Therapieerfolg. Denn je früher Maßnahmen gegen die Erreger ergriffen werden, desto besser lassen sich schwere Verläufe der Infektionskrankheit verhindern.
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Antibiotika
Wie bei vielen anderen Infektionskrankheiten ist auch bei Borreliose die Einnahme von Antibiotika sinnvoll. Im frühen Stadium der Erkrankung sollte eine zweiwöchige Behandlung mit Wirkstoffen wie etwa Doxycyclin oder Azithromycin erfolgen. Im fortgeschrittenen Stadium der Infektion empfehlen sich antibiotische Substanzen aus der Gruppe der so genannten Cephalosporine. Diese Antibiotika müssen dann über einen Zeitraum von drei bis vier Wochen eingenommen werden. Natürlich sollte und muss nicht nach jedem Stich einer Zecke vorbeugend gleich zu Antibiotika gegriffen werden – erst bei Vorliegen von ersten Anzeichen für eine Borreliose ist dies erforderlich.
