Neuropathie

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Allgemeines zu Neurophatie

Mit Neuropathie, auch neuropathische Schmerzen genannt, werden schmerzhafte Schädigungen der peripheren Nerven bezeichnet. Ist die Ursache dieser Schädigung eine Entzündung, spricht man von einer Neuritis.

Ursachen und Symptome von Neurophatie


Ursachen

Neuropathie

Neuropathie

Die häufigste Ursache für neuropathische Schmerzen ist Diabetes mellitus. Bei rund der Hälfte der Patienten mit »Zuckerkrankheit«, wie Diabetes mellitus umgangssprachlich genannt wird, kommt es zu einer solchen, so genannten diabetischen Neuropathie. Weitere Auslöser können Gefäßentzündungen, Stoffwechsel- und Autoimmunkrankheiten sein. Auch durch Druckeinwirkung, beispielsweise bei einem Bandscheibenvorfall, kann es zu neuropathischen Schmerzen kommen. Nicht selten tritt eine Neuropathie auch als Nebenwirkung von Chemotherapeutika, allen voran Platinpräparaten, auf.


Symptome

Neuropathische Schmerzen können sich prinzipiell am gesamten Körper einstellen. Besonders häufig sind sie an Beinen und Füßen sowie an Armen und Händen. Die Schmerzen sind meist brennend und stechend sowie mitunter sehr stark. Die schmerzenden Bereiche fühlen sich taub an, kribbeln und sind weniger empfindungsfähig als sonst.
In Ruhe und während der Nacht verstärken sich die Schmerzen. Weitere Beschwerden sind Störungen der Empfindungen und Muskelreflexe sowie Lähmungserscheinungen an den schmerzenden Bereichen. Häufig kommt es auch zu Muskelkrämpfen und einer Fehlstellung des Fußes.
Eine Neuropathie kann Berührungen oft nahezu unerträglich machen und den Schlaf erheblich stören. Sie erfordert permanente Bewegung, um sie zu beruhigen und lässt insofern kaum Ruhestellungen zu. Zudem bereiten neuropathische Schmerzen zahllose Probleme im Alltag, unter anderem beim Autofahren oder Ankleiden.

Weitere Informationen

Schädigungen der peripheren Nerven sind unbedingt adäquat zu behandeln. Denn sie können einiges an Folgeerkrankungen nach sich ziehen.

Details


Das periphere Nervensystem

Neuropathie

Neuropathie

Beim peripheren Nervensystem (PNS) handelt es sich um Bestandteile des Nervensystems, die außerhalb von Gehirn und Rückenmark liegen. Die hier befindlichen Nerven sind das zentrale Nervensystem (ZNS). Aufgabe des peripheren Nervensystems ist es, aufgenommene Informationen – Reize – über seine Leitungsbahnen an das ZNS weiter zu leiten. Ebenso gelangen die vom ZNS ausgehenden Signale über das PNS an ihre Bestimmungsorte, wie beispielsweise Muskeln. Darüber hinaus obliegen dem PNS auch die Steuerung innerer Organe, von Bewegungen und Empfindungen wie unter anderem Schmerz oder Temperatur.


Diagnose einer Neuropathie

Die Schäden an den peripheren Nerven bleiben zu Beginn meist unbemerkt – das Tückische an dieser Erkrankung. Haben die Betroffenen schließlich den Gang zum Arzt angetreten, führt dieser eine Reihe von Untersuchungen durch. Dazu gehört unter anderem eine Testung mit einer Stimmgabel. Damit wird geprüft, ob der Patient die Vibrationen noch über die Nerven wahrnimmt: Der Arzt hält dazu die zuvor angeschlagene und vibrierende Stimmgabel an die Knöchel von Händen oder Füßen. Weiterhin werden mittels eines Reflexhammers die Funktionen der Reflexe getestet. Auch die Temperaturwahrnehmung auf der Haut wird untersucht. Mit zur Diagnosefindung gehören auch Untersuchungen mit dem Elektromyogramm, das die Aktivität bestimmter Muskelgruppen prüft. Ebenso wird eine Elektroneurographie durchgeführt, um die Nervenaktivität zu testen. Ein Elektrokardiogramm und eine Blutdruckmessung schließen den Reigen der Untersuchungen ab.

Diagnose und Therapie

Das hhp Therapiesystem

Die Andullationstherapie bewährt sich sehr gut in der Behandlung einer Neuropathie. Sie führt zu einer verstärkten Durchblutung und damit zur tiefen Entspannung im Bereich der geschädigten Nerven. Auf diese Weise wird auch der Druck auf die Nerven genommen sowie jene Strukturen entfernt, welche die Nerven beeinträchtigen. Damit bewirkt die Andullationstherapie eine umgehende Besserung der Beschwerden. Dank der gezielten Infrarot-Tiefenwärme werden diese positiven Effekte weiter verstärkt.

Die Andullationstherapie wird im hhp Therapiesystem eingesetzt. Informieren Sie sich jetzt darüber, wie dieses Therapiesystem Ihnen bei Ihrem individuellen Beschwerdebild optimal helfen kann.

Weitere Maßnahmen


  • Schmerzbehandlung

    Zur vorübergehenden Linderung der akuten Schmerzen eignen sich bekannte Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure, Ibuprofen oder Paarcetamol. Zur längerfristigen Behandlung der Schmerzen empfehlen sich Substanzen, welche die Schmerzwahrnehmung beeinflussen können. Dazu gehören Arzneimittel gegen Epilepsie und Depressionen, so genannte Antiepileptika und Antidepressiva. Sie bewirken, dass die Schmerzen weniger stark empfunden werden und stellen damit eine große Erleichterung für die Patienten dar.
    Eine weitere Methode zur Schmerzbehandlung ist die Nervenstimulation mittels der so genannten TENS, abgekürzt für transkutane elektrische Nervenstimulation.

  • Spezielle Fettsäuren

    Die beiden Fettsäuren Alpha-Liponsäure und Gamma-Linolensäure, die unter anderem auch in Fischöl enthalten sind, haben die Fähigkeit, die Leitgeschwindigkeit der Nerven zu verbessern. Damit wird auch deren, durch die Neuropathie verminderte Wahrnehmungsfähigkeit, wieder erhöht. Die Fettsäuren können als Tabletten eingenommen oder direkt per Infusion verabreicht werden.

  • Nervenvitamine

    Die Vitamine der B-Gruppe haben bekanntermaßen einen positiven Einfluss auf die Funktionen des Nervensystems. Bei Neuropathie werden besonders die Vitamine B1, B6 und B12 empfohlen, da diese ebenfalls die Leitgeschwindigkeit und damit die Empfindungsfähigkeit steigern.

  • Akupunktur

    Das bekannte Verfahren aus der traditionellen chinesischen Medizin zeigt auch bei Neuropathie Erfolge. Durch das »Punktstechen«, wie sich Akupunktur übersetzen lässt, werden die Schmerzen wirksam gelindert.

  • Blutfette

    Wichtig ist nicht zuletzt, eventuell erhöhte Blutfette zu reduzieren. Durch die Senkung von LDL-Cholesterin und Trigylzeriden wird die Symptomatik der Neuropatie verbessert.