Migräne

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Übersicht zu Migräne

Neben Spannungskopfschmerzen ist Migräne die am häufigsten auftretende Kopfschmerzform. Rund 14 Millionen Menschen leiden bundesweit darunter. Oft, ohne es zu wissen. Denn die schmerzhafte Erkrankung wird häufig erst sehr spät erkannt. Frauen sind von Migräne durchschnittlich häufiger betroffen als Männer.

Ursachen und Symptome von Migräne


Ursachen

Migraene

Migräne

Die häufigsten Auslöser der schmerzhaften Kopfschmerzattacken sind Wetterwechsel, hormonelle Schwankungen im Zuge des weiblichen Zyklus sowie Stress. Darüber hinaus können auch bestimmte Nahrungsmittel wie Käse, Nüsse oder Schokolade, zu wenig Schlaf sowie starke körperliche Belastungen die Migräneanfälle provozieren. Die eigentlichen Ursachen der Erkrankung sind allerdings noch nicht vollständig geklärt. Offensichtlich spielen dabei jedoch genetische Faktoren, also Vererbung, eine wesentliche Rolle. Denn innerhalb einiger Familien tritt Migräne gehäuft auf. Auch Studien mit Zwillingen lieferten Indizien für eine genetische (Mit-)Ursache. Darüber hinaus nimmt die Forschung an, dass ein bestimmter Nervenbotenstoff im Gehirn, das Serotonin, an der Entstehung von Migräne beteiligt ist: Das Gleichgewicht dieses so genannten Neurotransmitters ist gestört.


Symptome

Generell treten die Schmerzen bohrend, stechend, pochend, pulsierend und meist einseitig in den Regionen um Stirn, Schläfen und Augen auf. Charakteristisch ist zudem, dass sich die Beschwerden durch Bewegung, Stress, Lärm und Anspannung verstärken. In Ruhe und in abgedunkelten Räumen lassen sie hingegen nach.
Ein Migräneanfall läuft typischerweise in vier verschiedenen Phasen ab. Die erste Phase, die so genannte Prodromalphase, kann dem eigentlichen Schmerz Stunden bis Tage vorausgehen. Häufige Anzeichen sind Reizbarkeit, Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Heißhunger oder Appetitlosigkeit und Stimmungsschwankungen. Die zweite Phase ist bereits die Aura, die sich binnen weniger Minuten entwickelt und 15 bis zwanzig, selten sechzig Minuten andauert. Typische Symptome sind dabei, wie erwähnt, unter anderem Sehstörungen wie Blitze oder Flimmern vor den Augen. Phase drei ist dann der eigentliche Schmerzanfall, der bis zu 72 Stunden dauern kann. In der vierten Phase, Postdromalphase genannt, klingt die Attacke wieder ab. Häufige Begleiterscheinungen sind Müdigkeit, Abgeschlagenheit und depressive Stimmung.

Weitere Informationen

Menschen mit Migräne haben oftmals einen langen Weg von Arzt zu Arzt hinter sich, bis ihre Erkrankung endlich erkannt wird. Darüber hinaus ist ihre Lebensqualität durch die wiederholten Schmerzattacken und auch durch die ständige Angst davor massiv beeinträchtigt. Meist leiden auch das Privatleben und die berufliche Leistungsfähigkeit der Betroffenen unter der Migräne.

Details


Migräne mit und ohne Aura

Migraene

Migräne

Aufgrund der Begleitsymptome unterscheidet man zwei Hauptformen der Migräne: jene mit und die Migräne ohne Aura. Letztere ist die häufigere Form, bei der die Kopfschmerzen allmählich zunehmen und dann von vier bis zu 72 Stunden hinweg anhalten. Rund zehn Prozent der Patienten haben eine Migräne mit Aura. Dabei kommt es zu Seh- und Sprachstörungen, Gesichtsfeldausfällen sowie zu Kribbeln und Muskelschwäche in einem Bein oder Arm.


Diagnose

Den Auftakt der Untersuchungen bildet eine ausführliche Befragung des Patienten. Daraus ergeben sich wertvolle Hinweise für den Arzt. Wichtig ist unter anderem, wann und wie häufig die Schmerzattacken auftreten und vor allem, wie lange sie jeweils andauern. Weiterhin wird der Patient befragt, wo genau die Schmerzen am Kopf lokalisiert sind und mit welchen anderen Beschwerden sie möglicherweise einher gehen. Ebenso ist von Interesse, ob sich die Schmerzen verändern und wenn ja, durch welche Einflussfaktoren.
Im Anschluss an diese Befragung folgen dann körperliche Untersuchungen. Im Fokus steht dabei das Nervensystem und seine Funktionen. Mögliche Störungen bei der Nervenerregung im Gehirn können durch ein so genanntes Elektroenzephalogramm, kurz EEG, ausfindig gemacht werden. Dabei werden dem Patienten auf der Kopfhaut Elektroden angebracht, welche die oberflächlichen elektrischen Ströme des Gehirns messen. Damit kann die bioelektrische Aktivität der Nervenzellen im Gehirn geprüft werden. Zur Untersuchung der Durchblutung im Gehirn wird eine Dopplersonographie mit dem Ultraschallgerät durchgeführt. Um andere Erkrankungen, wie vor allem Tumore oder Verletzungen im Gehirn auszuschließen, wird mitunter eine Untersuchung mit bildgebenden Verfahren wie etwa der Magnetresonanztomographie vorgenommen.

Diagnose undTherapie

Das hhp Therapiesystem

Die Andullationstherapie zeigt bei Migräne eine sehr hohe Wirksamkeit. Denn zum werden durch die intensive Anregung von Durchblutung und Stoffwechsel die Muskeln im Bereich von Nacken und Schultern entspannt. Das führt umgehend zu einer deutlich spürbaren Reduktion der Schmerzen. Zum anderen hat die Andullationstherapie eine überaus synchronisierende Wirkung auf das vegetative Nervensystem: Sie bringt einerseits den hochtourig laufenden Sympathikus zur Ruhe und aktiviert andererseits seinen Gegenspieler, den Parasympathikus.

Damit leistet die Andullationstherapie ebenfalls einen entscheidenden Beitrag zur wirksamen Linderung der Migräne. Die Infrarot-Tiefenwärme, die gezielt auf den gesamten Körper einwirkt, fördert die positiven Effekte der Andullationstherapie weiterhin.

Die Andullationstherapie wird im hhp Therapiesystem eingesetzt. Informieren Sie sich jetzt darüber, wie dieses Therapiesystem Ihnen bei Ihrem individuellen Beschwerdebild optimal helfen kann.

Weitere Maßnahmen


  • Schmerzbehandlung

    Zur Linderung der akuten Schmerzen, was selbstverständlich zunächst im Vordergrund steht, empfehlen sich allen voran Paracetamol, Ibuprofen sowie Acetylsalicylsäure. Bewährt haben sich auch kombinierte Präparate, die Paracetamol, Acetylsalicylsäure und Koffein enthalten.

  • Entspannungstechniken

    Methoden zur gezielten Entspannung wie beispielsweise Autogenes Training und Progressive Muskelentspannung nach Jacobson sind für viele Patienten mit Migräne eine wirksame Hilfe. Sie sollten allerdings regelmäßig und nicht nur im Rahmen der Schmerzattacken angewendet werden.

  • Regelmäßig bewegen

    Regelmäßiges Training, am besten mit Ausdauersportarten wie Joggen, Walken oder Schwimmen, zeigt gute Erfolge zur Vorbeugung der Migräneanfälle.

  • Ruhig und dunkel

    Meist suchen die Patienten während der Schmerzattacken bereits ganz intuitiv Ruhe und meiden helles Licht. In der Tat ist auch erwiesen, dass der Aufenthalt in ruhigen und abgedunkelten Räumen die Beschwerden lindert.

  • Akupunktur

    Der wissenschaftliche Beleg ihrer Wirkung bei Migräne steht zwar aus, dennoch hat sich die Akupunktur als hilfreiche Behandlungsmaßnahme erwiesen.

  • Magnesium

    Das »Anti-Stress-Mineral« leistet mit seinen umfassenden entspannenden Wirkungen auch Patienten mit Migräne gute Dienste.

  • Auslöser meiden

    Nicht zuletzt: Wer die Auslöser seiner Migräneanfälle, die so genannten Trigger, kennt, sollte diese natürlich tunlichst meiden. Auch wenn die Lust auf beispielsweise Schokolade oder Käse – beides häufige Trigger – noch so groß ist…