Morbus Scheuermann

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Übersicht zu Morbus-Scheuermann

Morbus Scheuermann ist eine Störung im Wachstum der Brust- und/oder Lendenwirbel. Die Erkrankung führt zu einem Rundrücken, der so genannten Kyphose. Deshalb wird sie auch Adoleszenzkyphose oder jugendlicher Rundrücken genannt. Morbus Scheuermann gehört zu den häufigsten Veränderungen der Wirbelsäule bei Heranwachsenden. Männliche Jugendliche sind davon doppelt so oft betroffen wie ihre weiblichen Altersgenossinnen.

Ursachen und Symptome von Morbus-Scheuermann


Ursachen

Morbus Scheuermann

Die Ursachen von Morbus Scheuermann liegen in Wachstumsstörungen der knorpeligen Grund- und Deckplatten der Wirbelkörper begründet. Wie es allerdings zu diesen Störungen kommt, ist (noch) nicht geklärt.

Vermutet wird das Zusammenwirken genetischer, hormoneller und mechanischer Faktoren als Auslöser. In seltenen Fällen ist ein Morbus Scheuermann auf Störungen im Bindegewebe, in den so genannten kollagenen Fasern, zurück zu führen.


Symptome

Zu den Symptomen von Morbus Scheuermann gehören allen voran dumpfe Schmerzen im Bereich der Brust- und/oder Lendenwirbelsäule. Sie verstärken sich durch körperliche Belastungen sowie beim Bücken und Tragen schwerer Gegenstände. Weiterhin typisch für den jugendlichen Rundrücken sind Bandscheibenbeschwerden, besonders an der Lendenwirbelsäule. Denn hier kommt es oftmals zur Ausbildung eines Hohlkreuz. Das wichtigste optische Kennzeichen der Erkrankung ist der Rundrücken, die Kyphose, durch die das Becken gekippt und die Schultern nach vorne gezogen sind.
Durch Morbus Scheuermann ist die Beweglichkeit der Wirbelsäule stark eingeschränkt, vor allem das Beugen und Drehen des Oberkörpers. Darüber hinaus leiden die Betroffenen an rascher körperlicher Ermüdbarkeit, Muskelverspannungen im Rücken und Gangunsicherheiten.

Weitere Informationen

Die Prognose dieser Erkrankung ist in den meisten Fällen gut. Schwere Ausprägungen sind selten und mit Abschluss der Wachstumsphase schreitet Morbus Scheuermann in der Regel auch nicht weiter fort.

Details


Diagnose

Anhand von Röntgenaufnahmen lässt sich oftmals bereits eine Diagnose stellen. Darin zeigen sich unter anderem typische Anzeichen für Morbus Scheuermann wie eine Verringerung der Zwischenwirbelräume und der Höhe der Wirbel. Ebenso zeigt sich eine Verlängerung der Wirbelkörper zur Vorderseite des Rumpfes.

Von Bedeutung für die Behandlung ist selbstverständlich auch die Schwere der Erkrankung. Diese lässt sich ebenso anhand eines Röntgenbildes feststellen. Dazu kommt eine spezielle Untersuchung zur Anwendung, die Winkelmessung nach Cobb. Mit ihrer Hilfe kann bestimmt werden, in welchem Winkel die Wirbelkörper bereits gegen die Horizontale geneigt sind.

Diagnose und Therapie

Das hhp Therapiesystem

Wie bei so vielen anderen Beschwerden der Wirbelsäule zeigt die Andullationstherapie auch bei Morbus Scheuermann gute Behandlungserfolge. Da sie eine Erweiterung der Blutgefäße bewirkt, wird die verspannte Rückenmuskulatur intensiv gelockert und das gesamte Gewebe nachhaltig besser durchblutet. Die Schmerzen im Bereich der Brust- und/oder Lendenwirbelsäule werden damit rasch und anhaltend gelindert.

Darüber hinaus sorgt die Andullationstherapie dafür, dass sich Muskeln, Sehnen und Gelenke in dem betroffenen Wirbelsäulenbereich spürbar entspannen. Die gezielte Infrarot-Tiefenwärme verstärkt diese positiven Wirkungen, indem sie die Durchblutung der Gewebe zusätzlich aktiviert und somit die Beschwerden im Bereich der betroffenen Wirbelgelenke weiterhin lindert.

Die Andullationstherapie wird im hhp Therapiesystem eingesetzt. Informieren Sie sich jetzt darüber, wie dieses Therapiesystem Ihnen bei Ihrem individuellen Beschwerdebild optimal helfen kann.

Weitere Maßnahmen


  • Krankengymnastik

    In leichteren Fällen können krankengymnastische Übungen viel zur Besserung der Beschwerden beitragen. Unter anderem werden damit die Rumpfmuskeln gekräftigt und so die Beweglichkeit der
    betroffenen Wirbelsäulenbereiche gefördert und erhalten.

  • Schmerzbehandlung

    Zur Linderung der Schmerzen können Wirkstoffe wie unter anderem Paracetamol, Ibuprofen sowie Acetylsalicylsäure angewendet werden.

  • Regelmäßig bewegen

    Körperliche Aktivität stärkt die Muskeln an Rumpf und Rücken. Gut geeignet sind unter anderem Cross-Trainer und Rückenschwimmen. Meiden sollte man hingegen alle Sportarten, bei denen großer Druck auf die Wirbelsäule ausgeübt wird.

  • Operative Maßnahmen

    Ist die Verformung der Wirbelsäule bereits sehr stark ausgeprägt, kann mitunter eine Operation erforderlich sein. Diese dient dazu, den gekrümmten Rücken wieder aufzurichten. Dazu werden Metallplatten an den betroffenen Bereichen der Wirbelsäule eingesetzt. Eine solche Operation ist jedoch nur selten nötig.