Polymyalgie

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Übersicht zu Polymyalgie

Bei einer Polymyalgie handelt es sich um eine entzündlich-rheumatische Erkrankung, die zu schmerzhaften Beschwerden in den Muskeln der Schultern und des Beckengürtels führt.

Ursachen und Symptome von Polymyalgie


Ursachen

Wie es zu einer Polymyalgie kommt, ist nicht bekannt. Erwiesen ist, dass es sich dabei um eine so genannte Autoimmunkrankheit handelt. Dabei ist das Immunsystem gestört und greift körpereigene Strukturen an.


Symptome

Charakteristisch für eine Polymyalgie sind reißende Schmerzen in der Muskulatur der Schultern und des Nackens. Weiterhin von den Schmerzen betroffen sind die Muskeln im Beckengürtel, den Oberarmen und -schenkeln. Dabei sind die Schmerzen typischerweise auf beide Körperseiten verteilt und setzen plötzlich ein. Sie beginnen überwiegend nachts und sind frühmorgens dann am stärksten. Gegen Abend hin werden sie schwächer. Typisch für eine Polymyalgie sind ferner Morgensteifigkeit der Muskeln. Darüber hinaus verspüren die Betroffenen ein allgemeines Krankheitsgefühl, sind übermäßig müde und verlieren an Gewicht. Auch Depressionen, Fieber oder erhöhte Temperatur und nächtliche Schweißausbrüche sind nicht selten. Häufig tritt zugleich mit der Polymyalgie eine Entzündung der Schläfenarterie auf – bei rund fünfzig Prozent der Patienten ist dies der Fall.

Weitere Informationen

Die eigentlichen Ursachen der Polymyalgie sind noch nicht bekannt. Wird die Erkrankung richtig erkannt und behandelt, hat sie eine gute Prognose.

Details


Diagnose

Zunächst wird eine Blutuntersuchung durchgeführt. Dabei zeigen sich meist bereits typische Veränderungen, die auf eine schwere Entzündung hinweisen. Dazu gehören unter anderem eine stark erhöhte Geschwindigkeit der Blutsenkung auf über vierzig Millimeter pro Stunde sowie eine erhöhte Konzentration des Entzündungsproteins CRP.
Falls möglicherweise auch die Gefäße von der entzündlichen Erkrankung betroffen sind – allen voran die Schläfenarterie – wird eine Gewebeprobe entnommen. Diese so genannte Biopsie erfolgt an der Schläfenarterie. Das Probematerial wird anschließend mikroskopisch untersucht. Bei rund dreißig Prozent der Patienten finden sich dabei typische Anzeichen für eine so genannte Riesenzellarteriitis. Hierbei kommt es zur Ausprägung mehrkerniger und daher großer Zellen, eben Riesenzellen, die in der entzündeten Wand der Schläfenarterie ungleichmäßig verteilt liegen. Dieser Befund erhärtet den Verdacht auf eine Polymyalgie.
Weiterhin charakteristisch für diese Erkrankung ist es, wenn Kortison-Präparate zu einer umgehenden Besserung der Beschwerden führen. Ist dies bei dem Untersuchten der Fall, ist das ebenfalls ein wichtiges Zeichen für die Diagnose einer Polymyalgie. Bleibt der Behandlungserfolg durch Kortison hingegen aus, werden andere Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen erwogen.

Diagnose und Therapie

Das hhp Therapiesystem

Die Andullationstherapie stellt eine sehr wirksame Behandlungsmöglichkeit einer Polymyalgie dar. Da sie Durchblutung und Stoffwechsel so überaus intensiv anregt, kann diese Therapie den Entzündungsprozessen effizient entgegen wirken. Darüber hinaus hindert sie die entzündlichen Prozesse an ihrem weiteren Fortschreiten und bewahrt so die beteiligten Gewebe vor ihrer Zerstörung.

Auf diese Weise bewirkt die Andullationstherapie eine rasche und anhaltende Linderung der Schmerzen. Indem die Zellen in den entzündeten Bereichen auch wieder besser mit Sauerstoff und wichtigen Nährstoffen versorgt werden, können dank der Andullationstherapie bleibende Schäden vermieden und die Bewegungsfähigkeit dauerhaft gesichert werden.

Die gezielte Infrarot-Tiefenwärme verstärkt diese positiven Wirkungen weiterhin.

Die Andullationstherapie wird im hhp Therapiesystem eingesetzt. Informieren Sie sich jetzt darüber, wie dieses Therapiesystem Ihnen bei Ihrem individuellen Beschwerdebild optimal helfen kann.

Weitere Maßnahmen


  • Medikamentöse Behandlung

    Eine ursächliche Therapie der Polymyalgie gibt es nicht. Die Behandlung zielt mithin nur auf die Besserung der Symptome ab. Dazu wurde früher ausschließlich Kortison verabreicht. Das war zwar sehr wirksam, ging allerdings mit erheblichen unerwünschten Nebeneffekten einher. Durch die Gabe der meist sehr hohen Kortison-Dosen entwickelte sich bei vielen der Patienten in Folge eine Osteoporose sowie dauerhafte Rückenschmerzen. Denn Kortison bewirkt eine vermehrte Entkalkung der Knochen.
    Vor diesem Hintergrund hat sich die medikamentöse Behandlung der Polymyalgie inzwischen modifiziert. Es wird zwar weiterhin Kortison verabreicht, jedoch in geringeren Dosen. Zudem wird die Therapie mit antirheumatisch wirksamen Arzneimitteln kombiniert. Das erlaubt es, die Kortison-Dosen zu reduzieren.
    Die medikamentöse Behandlung erfolgt über mindestens ein Jahr hinweg. Um die entzündlichen Prozesse komplett zu beseitigen, kann mitunter auch eine längere Therapiedauer erforderlich werden.

  • Osteoporose-Prophylaxe

    Um einer Osteoporose vorzubeugen, erhalten die Patienten bei Polymyalgie zusätzlich Kalzium und Vitamin D3. Die Dosierung dieser Stoffe ist abhängig von der Höhe der Dosierung der Kortison-Präparate und vom Alter und Geschlecht des Patienten.