Dekubitus

Die bewährte Andullationstherapie kann Ihnen bei
Dekubitus
gezielt, effektiv und nachhaltig helfen.

»Die Andullationstherapie ist eine echte Wohltat, die mir deutliche Linderung verschafft.«

Wolfram Doll, Düren. Dekubitus Patient.

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Übersicht

Gefürchtet in Alten- und Pflegeheimen: Druckgeschwüre, umgangssprachlich auch Wundliegen und medizinisch Dekubitus genannt. Die meist sehr schmerzhaften Schädigungen der Haut können enorme Ausmaße annehmen und stellen eine große Gefahr dar. Denn durch Dekubitus werden nicht nur die einzelnen Hautschichten, sondern auch die darunter liegenden Gewebe bis zu den Knochen zerstört. In schweren Fällen bedrohen Druckgeschwüre durchaus das Leben des Betroffenen.

Ursachen und Symptome


Ursachen

Dekubitus

Dekubitus

Druckgeschwüre entstehen dadurch, dass über einen längeren Zeitraum hinweg Druck auf ein bestimmtes Hautareal einwirkt, ohne dass eine Entlastung stattfindet. Dazu kommt es meist bei Bettlägerigen, die nicht aus eigener Kraft ihre Körperposition ändern können. Deshalb treten Druckgeschwüre vor allem bei Patienten in Alten- und Pflegeheimen auf, wenn diese nicht oft genug umgelagert werden.

Dekubitus bildet sich überwiegend an jenen Regionen des Körpers, an denen unter der Haut wenig oder kein Muskel- und Fettgewebe liegt. Somit sind die Knochen nicht vor Druck von außen geschützt. In Folge werden kleine Blutgefäße, die Kapillaren, zusammengepresst. Das führt dazu, dass in ihnen kein Blut mehr fließen kann und so die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung gestoppt ist. Die Zellen, die an sich von diesen Blutgefäßen versorgt werden, sterben ab und es bilden sich Druckgeschwüre.

Natürlich senden die Nervenzellen an den betroffenen Stellen schmerzhafte Signale, dass zuviel Druck auf sie einwirkt. Bei gesunden und jüngeren Menschen bewirkt dies, dass die Liege- oder Sitzposition umgehend geändert und so der Druck genommen wird. Ältere und kranke Menschen verharren indessen in ihrer Position, was Dekubitus den Weg ebnet. Besonders gefährdet sind auch Patienten mit Diabetes und Rückenmarksverletzungen, da ihre Nerven oft in der Funktion gestört sind und die Warnsignale bei zuviel Druck nicht aussenden können.

Wichtig zu wissen ist, dass feuchte Haut die Entstehung eines Druckgeschwürs fördert. Denn durch länger bestehende Feuchtigkeit – beispielsweise durch Schweiß, Urin oder Stuhl – wird der Säureschutzmantel der Haut angegriffen, was ihre Abwehrkraft weiter schwächt.


Symptome

Charakteristisch für Dekubitus sind die deutlichen Hautveränderungen, die bereits mit bloßem Auge zu erkennen sind: Anfänglich zeigen sich mehr oder minder starke Rötungen, im weiteren Verlauf bilden sich Blasen und die oberste Hautschicht schürft ab. So entsteht eine offene Wunde, die sich nach und nach vertieft und ausweitet. Im späten Stadium sind mitunter die Knochen zu sehen, die durch das Druckgeschwür freigelegt wurden.

Weitere Informationen

Druckgeschwüre sind auch für den medizinischen Laien und mit bloßem Auge erkennbar. Deshalb sollte jeder, der bettlägerige, kranke oder gelähmte Angehörige, Freunde oder Bekannte hat, auf die ersten Anzeichen für die Bildung eines Druckgeschwürs achten und das Pflegepersonal darüber informieren.

Denn bei Dekubitus muss schnell reagiert werden: Unbehandelt kann er sich zu tief greifenden und großflächigen Geschwüren ausweiten, die das Leben der Betroffenen ernsthaft bedrohen.

Details


Häufig betroffene Körperregionen

Dekubitus

Dekubitus

    Folgende Stellen des Körpers sind besonders gefährdet für Druckgeschwüre:

  • Hinterkopf und Ohren, vor allem auch die Ohrmuscheln
  • Schulter und Schulterblätter
  • Ellenbogen und Knie
  • gesamte Wirbelsäule, vor allem im Bereich vom Steißbein
  • Gesäß und Hüftknochen
  • Fußknöchel, Fersen und Zehen

Die vier Dekubitus-Stadien

Der Mediziner unterscheidet vier verschiedene Stadien, je nach Schweregrad des Druckgeschwürs:

  • Stadium 1

    Anfänglich zeigen sich mehr oder minder stark ausgeprägte Rötungen an den betroffenen Körperregionen. Diese Rötungen bleiben auch nach Druckentlastung bestehen. Mitunter kann es auch zu Erwärmungen der betroffenen Hautstellen kommen. Die Haut ist jedoch noch unverletzt.

  • Stadium 2

    Nun bilden sich Blasen an den betroffenen Arealen und die oberste Hautschicht löst sich ab. Dadurch entsteht eine offene Wunde. Diese geht allerdings nicht sehr tief, sondern ist noch oberflächlich lokalisiert.

  • Stadium 3

    In diesem Stadium ist die Haut schließlich vollständig zerstört. Das Druckgeschwür greift nun auch bereits das unter den beschädigten Hautschichten liegende Bindegewebe an. Das offene tiefe Geschwür ist gut sichtbar. Die darunter liegenden Muskeln und Knochen sind jedoch noch unversehrt.

  • Stadium 4

    Jetzt sind auch die Muskeln und Knochen in dem Bereich des Druckgeschwürs zerstört. Nun lassen sich die frei liegenden Knochen, Muskelfasern und Sehnen gut erkennen.


Fingertest liefert Indizien

Um festzustellen, ob sich ein Druckgeschwür anbahnt oder bereits im ersten Stadium besteht, sollte der Fingertest durchgeführt werden. Dabei wird mit der Spitze des Zeigefingers für eine Weile fest, aber vorsichtig auf die geröteten Hautstellen gedrückt. Besteht (noch) kein Dekubitus, erblasst die Haut unter dem Druck des Fingers vorübergehend. Gehen die Rötungen jedoch durch den Fingerdruck nicht weg, liegt ein Druckgeschwür im ersten Stadium vor. Dann ist schnelles Handeln durch geeignete Behandlungsmaßnahmen erforderlich.

Diagnose und Therapie

Das hhp Therapiesystem

Bei Dekubitus muss so schnell wie möglich dafür gesorgt werden, dass die betroffene Hautregion vom Druck entlastet wird. Die Andullationstherapie bewährt sich hier als sehr wirksame Behandlungsmöglichkeit. Das bestätigen wissenschaftliche Untersuchungen sowie zahlreiche positive Erfahrungen aus der Praxis – aus Kliniken, Alten- und Pflegeheimen.

Die Anwendung der Andullationstherapie führt dazu, dass der Druck von den durch Dekubitus gefährdeten oder bereits geschädigten Körperstellen genommen wird. Das führt umgehend zu einer erheblichen Linderung der Beschwerden. Darüber hinaus werden durch das Verfahren die Muskeln und Gewebe in den betroffenen Arealen intensiv entspannt und damit wieder besser durchblutet. Dies fördert unter anderem auch die Wundheilung und verhindert die weitere Ausbreitung des Druckgeschwürs.

Die Andullationstherapie wird im hhp Therapiesystem eingesetzt. Informieren Sie sich jetzt darüber, wie dieses Therapiesystem Ihnen bei Ihrem individuellen Beschwerdebild optimal helfen kann.

Weitere Maßnahmen


  • Sofortige Druckentlastung

    Die vom Druckgeschwür betroffene Region muss so bald es geht entlastet werden. Dazu ist das regelmäßige Umlagern des Patienten erforderlich – sehr vorsichtig und mit speziellen Handgriffen. Weiterhin müssen eigens für Dekubitus entwickelte Lagerungshilfen eingesetzt werden. Dabei handelt es sich um Unterlagen, Matratzen, Kissen und auch ganze Betten, die eine gleichmäßige und ausreichende Druckverteilung gewährleisten.

  • Intensive Wundversorgung

    Die durch das Druckgeschwür entstandene Wunde muss mindestens zwei Mal am Tag vorsichtig gereinigt und mit sterilen Feuchtverbänden neu verbunden werden. Bereits abgestorbenes Gewebe wird chirurgisch entfernt.

  • Vitamin C und Zink

    Durch Nährstoffergänzungen kann die Wundheilung gezielt gefördert werden. Besonders wirksam hierzu sind Vitamin C und Zink. Daneben sollte auch bei der Ernährung des Patienten auf einen hohen Anteil von wichtigen Vitalstoffen – etwa Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen – geachtet werden.