Gicht
Übersicht
Bei Gicht handelt es sich um eine Störung des Stoffwechsels, die zu erhöhten Konzentrationen von Harnsäure führt. In Folge kommt es zu Ablagerungen von Harnsäurekristallen in Gelenken, Sehnen und Schleimbeuteln.
Ursachen und Symptome
Ursachen
Grund für die Entstehung dieser Erkrankung ist ein Überschuss an Harnsäure im Körper, eine so genannte Hyperurikämie. Dabei ist die Balance zwischen Bildung und Ausscheidung von Harnsäure verloren gegangen. Was auf ein Ungleichgewicht der so genannten Purine zurück geht. Denn wenn diese Stoffe im Stoffwechsel abgebaut werden, entsteht Harnsäure. Ist davon zu viel im Körper, kann das verschiedene Ursachen haben. Zum einen könnte die Nahrung zu reichlich Purine enthalten, so dass in Folge zu viel Harnsäure produziert wird. Zum anderen könnte es sein, dass die Nieren zu wenig Harnsäure ausscheiden. Ein weiterer Grund ist, dass im Körper viele Zellen zerfallen. Auch dabei werden Purine frei und es kann sich verstärkt Harnsäure daraus bilden. Bei vielen der Betroffenen liegt eine Kombination der genannten Ursachen vor. Darüber hinaus sind auch genetische Faktoren bei der Entstehung von Gicht bedeutsam.
Symptome
Beim ersten akuten Gichtanfall ist meist nur ein einzelnes Gelenk betroffen. Besonders häufig ist dies das Grundgelenk der großen Zehe. Tritt der Anfall hier auf, spricht die Medizin auch von Podagra. Andere häufig betroffene Gelenke sind die Sprung- und Mittelfuß- sowie die Kniegelenke. Auch die Daumengrundgelenke sind häufige Kandidaten für einen Gichtanfall.
Dazu kommt es nahezu immer ganz plötzlich: Von einem Moment auf den anderen treten sehr starke Schmerzen in dem betreffenden Gelenk auf. Häufig ist dies nachts oder in den frühen Morgenstunden der Fall und reißt die Betroffenen höchst unsanft aus dem Schlaf. Das vom Anfall betroffene Gelenk ist in der Regel sehr berührungsempfindlich, heiß und teigig angeschwollen. Zudem kommt es zu rötlichen oder bläulichen Verfärbungen. Durch Bewegen des Gelenks verstärken sich die Schmerzen weiter. Häufig besteht während des akuten Gichtanfalls auch Fieber.
Weitere Informationen
Gicht gehört ebenso zu den Erkrankungen, bei denen die Betroffenen außerordentlich viel selbst zur Besserung und Beseitigung der Beschwerden unternehmen können.
Details
Purinarm ernähren
Wie bereits erwähnt, entstehen im Stoffwechsel beim Abbau von Purinen Harnsäure. Entsprechend ist es bei Gicht sehr wichtig, die Zufuhr von Purinen aus der Nahrung zu begrenzen. Wie viel davon in welchen Nahrungsmitteln enthalten ist, lässt sich speziellen Nährstofftabellen entnehmen. Daneben können sich Gichtpatienten auch in ernährungstherapeutischen Schulungen über die beste Zusammenstellung ihres Speiseplans informieren.
Generell gilt:
Zurückhaltung bei Fleisch, Hülsenfrüchten und bestimmten Fischsorten, denn sie sind sehr reich an Purin.
Innereien komplett meiden, das sie am meisten Purin liefern.
Möglichst fettarm essen und kochen, da eine zu hohe Fettzufuhr sich ungünstig auf den Harnsäurespiegel auswirkt.
Fleisch sollte am besten gekocht und nicht gebraten oder gegrillt werden. Denn beim Kochen gelangt ein Teil der Purine aus dem Fleisch in den Sud und wird somit nicht verzehrt.
Spinat, Rosenkohl und Tomaten sollten ebenfalls gemieden werden. Günstig sind dagegen die meisten anderen Gemüsesorten.
Tabu sind Alkohol und vor allem Bier, da es selbst purinreich ist.
Gewicht regulieren
Übergewicht ist ein Risikofaktor für die Entwicklung eines erhöhten Harnsäurespiegels und damit für Gicht. Deshalb sollten etwaige überflüssige Pfunde abgebaut werden. Allerdings langsam und nicht zu radikal, da Hungerkuren bei Gicht zu vermeiden sind. Strenges Fasten kann durchaus einen Gichtanfall provozieren.
Zwei Formen
Man unterscheidet zwei Formen von Gicht.
Primäre Form:
Ihr liegt eine angeborene Stoffwechselstörung als Ursache für den zu hohen Spiegel an Harnsäure zu Grunde. Dabei scheiden die Nieren zu wenig an Harnsäure aus.
Sekundäre Form:
Dabei ist der erhöhte Harnsäurespiegel durch andere Erkrankungen bedingt, etwa Nierenleiden oder Leukämie.
Vier Phasen
Zudem wird die Erkrankung je nach Verlauf in vier verschiedene Phasen eingeteilt:
erhöhter Harnsäurespiegel ohne Symptome
akuter Gichtanfall
interkritische Phase – die beschwerdefreie Zeit zwischen den Gichtanfällen
chronische Gicht
Diagnose und Therapie

Das hhp Therapiesystem
Die Andullationstherapie hat sich als sehr wirksame Behandlungsmethode bei Gicht erwiesen. Indem sie Durchblutung und Stoffwechsel intensiv aktiviert, sorgt sie für eine vermehrte Ausscheidung der überschüssigen Harnsäure. Ebenso wird die Nierentätigkeit angeregt, was die Ausleitung von Harnsäure weiterhin fördert. Darüber hinaus löst die Andullationstherapie muskuläre Verspannungen und Schwellungen an den erkrankten Gelenken effizient und nachhaltig auf. Auch damit bewirkt sie, dass sich die Schmerzen in kurzer Zeit erheblich bessern und nach längerer Anwendung schließlich vollkommen verschwinden.
Die Andullationstherapie wird im hhp Therapiesystem eingesetzt. Informieren Sie sich jetzt darüber, wie dieses Therapiesystem Ihnen bei Ihrem individuellen Beschwerdebild optimal helfen kann.
Weitere Maßnahmen
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Medikamentöse Behandlung
Zur Linderung der Beschwerden während des akuten Gichtanfalls werden entzündungshemmende
kortisonfreie Antirheumatika wie beispielsweise Colchicin verabreicht. Es kommen aber auch Kortisonpräparate zum Einsatz, entweder als Injektionen direkt in das betroffene Gelenk oder als Tabletten. Um den Harnsäurespiegel dauerhaft wieder ins Gleichgewicht zu bringen, werden nach dem akuten Gichtanfall weitere Medikamente angewendet. Dabei handelt es sich um Allopurinol; ein so genanntes Urostatikum, das die Bildung von Harnsäure unterdrückt. Eine weitere, relativ neue Substanz ist Febuxostat. Sie kann alternativ zu Allopurinol gegeben werden, sofern die zu hohen Harnsäurespiegel bereits Ablagerungen verursacht haben. Andere oftmals bei Gicht angewendeten Medikamente sind die so genannten Urikosurika, welche die Ausscheidung der Harnsäure verstärken. Falls der Patient auch zwischen den Gichtanfällen Schmerzen hat, werden schmerzlindernde Arzneimittel verabreicht. -
Purinarm ernähren
Purine sind sowohl Bestandteil der Zellen im Körper, als auch in vielen Nahrungsmitteln enthalten. Bei Gicht sollte verständlicherweise alles gemieden werden, was viel an Purin liefert (siehe »Weitere Informationen«).
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Ausreichend trinken
Um die Ausscheidung der Harnsäure und die Nierentätigkeit zu fördern, ist es wichtig, sehr viel zu trinken.
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Nicht zu üppig, nicht zu asketisch
Extreme bei der Nahrungsaufnahme sollten besonders bei Gicht vermieden werden: Also weder zu üppige Mahlzeiten mit zu viel Alkohol, als auch keine Fastenkuren oder radikalen Diäten.
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No alk…
Alkohol sollte möglichst nicht konsumiert werden, da er den Harnsäurespiegel erhöht.
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Aktiv sein
Regelmäßige körperliche Bewegung unterstützt die Reduzierung der Harnsäure im Körper und ist insofern besonders für Gichtpatienten immens wichtig.
