Coxarthrose
Allgemein
Als Coxarthrose wird der fortschreitende Verschleiß des Hüftgelenks bezeichnet.
Ursachen und Symptome
Ursachen

Coxarthrose
Die Ursachen der Arthrose am Hüftgelenk sind sehr vielfältig. So kann es sich dabei unter anderem um angeborene oder erworbene Fehlbildungen des Gelenks handeln, wie etwa eine Hüftdysplasie. Dabei hat sich der Knochen zwischen Hüftpfanne und Hüftkopf in einem falschen Winkel ausgebildet. Weiterhin können Fehlstellungen des Hüftgelenks, beispielsweise durch O- oder X-Beine, zu einer Coxarthrose führen. Sie bewirken eine ungleichmäßige Belastung des Gelenkknorpels, was dessen Verschleiß provoziert.Ursachen können ferner Verletzungen am Hüftgelenk oder Brüche – allen voran am Oberschenkelhals – sein. In einigen Fällen ist die Arthrose des Hüftgelenks auf Störungen im Gelenkstoffwechsel oder Entzündungsprozesse im Gelenk zurück zu führen. Nicht zuletzt begünstigt auch starkes Übergewicht den Verscheiß des Hüftgelenks. Denn überflüssige Pfunde sind eine erhebliche Gefahr für die Gelenke. Besonders für jene, die am schwersten an der Leibesfülle zu schleppen haben – die Hüft- und Kniegelenke.
Symptome
Zu den wichtigsten Symptomen einer Hüftgelenksarthrose gehören die Schmerzen auf der Seite des betroffenen Hüftgelenks. Diese strahlen meist in die Leisten und die Lendenwirbelsäule sowie in die Oberschenkel bis in die Kniegelenke. Typisch ist der so genannte Anlaufschmerz, der sich zu Beginn einer Bewegung einstellt und dann allmählich nachlässt. Er tritt vor allem nach längerem Sitzen oder Liegen und entsprechend auch morgens nach dem Aufstehen auf. Doch auch längere körperliche Belastung, etwa beim Sport, verstärkt die Schmerzen oftmals. Im weiteren Verlauf der Hüftarthrose kommt es dann auch in Ruhe zu Beschwerden. Weiterhin sind Hinken nach längerem Gehen und Einknicken auf die von der Coxarthrose betroffenen Seite charakteristisch. Daneben kommt es zu Verspannungen und Verkürzungen der Muskeln sowie zu Reibegeräuschen in den schmerzenden Regionen. Diese sind ferner meist angeschwollen.
Insgesamt schränken die Beschwerden die Beweglichkeit deutlich ein. Sie bereiten besonders Probleme beim Bücken und Abwärtssteigen von Treppen und erschweren Drehbewegungen des Beines. Ebenso machen sie Beugen und Strecken der Oberschenkel schwierig und erschweren das Spreizen und Heranziehen der Beine.
Weitere Informationen
Der Verschleiß des Hüftgelenks zieht sich über lange Jahre hin: Bis jede Belastung des Gelenks Schmerzen verursacht, ist es ein weiter Weg. Dieser schleichende Verlauf ist auch das Tückische. Denn deshalb wird Arthrose häufig erst erkannt, wenn sie schon fortgeschritten ist. Doch durch frühzeitiges Erkennen und Behandeln könnte viel gewonnen werden. Daher ist es wichtig, die Warnsignale einer Arthrose zu kennen und abklären zu lassen.
Details
Frühstadium

Abb.1: Funktionsfähiges Gelenk
Ausgangspunkt jeder Arthrose ist ein Defekt im Knorpelüberzug, der so genannte »Knorpelschaden«. Er ist zunächst meist nur auf kleine Flächen begrenzt, aber keineswegs harmlos: Selbst durch noch so kleine Knorpelschäden kommt es zu einschneidenden Veränderungen im Hüftgelenk. Da auf einigen Abschnitten eine Zusatzlast liegt, werden auf Dauer die unter den erkrankten Knorpelbereichen liegenden Knochen angegriffen. Im Röntgenbild erkennbar durch Verdichtungen und Verhärtungen, die den Beginn der Arthrose markieren. Nach und nach lösen sich weitere kleine Knorpelteile ab, die in die Gelenkflüssigkeit gelangen und die Innenhaut des Hüftgelenks angreifen. Das beschleunigt das Fortschreiten der Arthrose.
Zwischenstadium
Viele Patienten befinden sich in einem Zwischenstadium. Wie lange sich dieses hinzieht, ist individuell verschieden und davon abhängig, wie stark das betroffene Hüftgelenk belastet wird.
Indem der Knorpel nach und nach zurückgeht, wird der Druck auf den darunter liegenden Knochen immer höher. Das einzige Mittel, ihn auszugleichen, ist, ihn besser zu verteilen: Die Gelenkfläche vergrößert sich und bildet dazu knöcherne Ausziehungen, Osteophyten genannt. Diese Auswüchse sind vielfach tastbar und sogar oft von außen am Gelenk zu sehen. Die Veränderungen machen das Gelenk immer unbeweglicher und der Knorpelschaden breitet sich weiter aus.
Spätstadium

Abb. 2: Gelenk mit Verschleißerscheinungen
Nach und nach ist die Knorpelschicht abgerieben. Die darunter liegenden Knochen liegen nun frei und ohne Schutz auf den Knochen der Gegenseite. Im Röntgenbild ist deutlich zu sehen, dass sich die Knochen direkt berühren. Auch die Gelenkknochen selbst haben sich verändert – sie sind nun wesentlich dichter, härter und daher im Röntgenbild besser erkennbar. Sobald der Gelenkspalt vollkommen verschwunden ist, wird das betroffene Gelenk steif. Zur Behandlung kommen jetzt nur noch eine Operation und ein künstliches Hüftgelenk in Betracht.
Schonen schadet
Verursacht das Bewegen des Hüftgelenks Schmerzen, nimmt man verständlicherweise ganz unwillkürlich eine Schonhaltung ein – schließlich sollen die Beschwerden so weit es geht reduziert werden. Doch im Versuch, das Gelenk zu schonen, fügt man diesem noch mehr Schaden zu. Denn durch das Meiden bestimmter Bewegungsabläufe kommt es zu Verspannungen der Muskeln am Hüftgelenk. Nach einer Weile beginnt der überbeanspruchte Muskel, sich zu verkürzen. Damit zieht er einseitig an dem Gelenk, was es zusätzlich belastet.
Diagnose und Therapie

Das hhp Therapiesystem
Die Andullationstherapie stellt eine sehr wirksame Behandlungsmethode bei Hüftgelenksarthrose dar. Zum einen werden dadurch Durchblutung und Stoffwechsel intensiv aktiviert. Das führt dazu, dass sämtliche Zellen des Körpers deutlich besser mit Sauerstoff und wichtigen Nährstoffen versorgt werden. Damit kann auch der Verschleiß der Knorpel an den Hüftgelenken gestoppt und an seinem weiteren Fortschreiten gehindert werden. Durch die verstärkten Stoffwechselaktivitäten der Zellen untereinander und die Ausleitung von Schadstoffen und Stoffwechselschlacken wird dieser Effekt noch weiter unterstützt.
Zum anderen löst die Andullationstherapie muskuläre Verspannungen und Blockaden der Gelenke effizient und nachhaltig auf. Damit bewirkt sie, dass sich die Schmerzen in kurzer Zeit erheblich bessern und nach längerer Anwendung schließlich vollkommen verschwinden. Die gezielte Infrarot-Tiefenwärme unterstützt diese positiven Effekte.
Die Andullationstherapie wird im hhp Therapiesystem eingesetzt. Informieren Sie sich jetzt darüber, wie dieses Therapiesystem Ihnen bei Ihrem individuellen Beschwerdebild optimal helfen kann.
Weitere Maßnahmen
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Kältebehandlung
Bei einer so genannten aktivierten Arthrose, die sich mit Überwärmung zeigt, empfiehlt sich der Einsatz von Kältebehandlungen. Diese erfolgen meist durch Auflegen von Eisbeuteln. Um die Haut nicht zu schädigen, muss unter die Eisbeutel ein Tuch gelegt werden. Länger als zwanzig Minuten darf die Kältebehandlung nicht durchgeführt werden.
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Wärmebehandlung
Bei einer so genannten ruhenden Arthrose – die häufigere Form – sollte hingegen Wärme zur Anwendung kommen. Dazu eignen sich eine Wärmflasche, Heizkissen, warme Vollbäder sowie Fangopackungen.
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Gezielte Krankengymnastik
Mit geeigneten Übungen lässt sich die Muskulatur rund um das erkrankte Hüftgelenk stärken. Auf diese Weise kann das Gelenk entlastet und geschützt werden, was seinem weiteren Verschleiß entgegen wirkt.
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Regelmäßige Bewegung
Die Empfehlung, ein erkranktes Gelenk zu schonen, ist lange überholt. Vielmehr sollte der Stoffwechsel im Gelenk durch regelmäßige Bewegung aktiviert werden. Bei einer Hüftgelenksarthrose empfehlen sich dazu vor allem Radfahren und Schwimmen, da dies das Gelenk nicht weiter belastet.
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Medikamente
Durch die Gabe entsprechender Substanzen können die Schmerzen gelindert, Entzündungen gehemmt und so die Bewegungsfähigkeit verbessert werden.
Die bekanntesten Arzneimittel bei Gelenkbeschwerden sind nichtsteroidale Antirheumatika, kurz NSAR. Die Bezeichnung »nichtsteroidal« besagt, dass sie kein Kortison enthalten. Dennoch sollten NSAR nur kurzzeitig und in möglichst geringer Dosierung angewendet werden, da sie zum Teil erhebliche Nebenwirkungen haben. Weitere häufig eingesetzte Medikamente sind selektive Cox-2-Hemmer. Sie wirken ebenfalls gezielt gegen Schmerz und Entzündung, haben aber nicht so viele Nebenwirkungen wie NSAR.
Falls die genannten Substanzen nicht ausreichend Besserung bringen, werden Kortisonpräparate eingesetzt. In der Regel als Injektion: Dabei wird Glukokortikoid, das dem körpereigenen Kortikoid verwandt ist, direkt in das erkrankte Gelenk gespritzt. Das hat den Vorteil, dass der Stoff ausschließlich dort wirkt, wo er auch gebraucht wird. Anders als mit Kortison in Tablettenform ist also nicht der gesamte Organismus belastet. -
Operativer Eingriff
Der Ersatz des Hüftgelenks stellt die Ultima Ratio dar. Das künstliche Gelenk besteht in der Regel aus einem Oberschenkelkopf und einer Gelenkpfanne. Eine ausschließliche Kopf-Endoprothese wird selten eingesetzt.
