"Ischias"
nennt man einen plötzlichen, heftigen Schmerz in
der Lendengegend, der über die Pobacken bis in
die Beine zieht. Ischiasschmerzen treten normalerweise
nur einseitig auf. Der Schmerz lässt kaum noch
Bewegungen, wie Bücken oder Drehen zu, schlimmstenfalls
können Lähmungserscheinungen im Bein auftreten.
Die Schmerzen werden vom Ischiasnerv ausgelöst.
Dies ist der längste und dickste Nerv im menschlichen
Körper. Er beginnt im Rückenmark zwischen
dem 4. Lendenwirbel und dem 2. Kreuzbeinwirbel in der
Wirbelsäule. Von dort verläuft er über
den Po, den Oberschenkel bis hinunter in den Fuß.
Seine Aufgabe ist Empfindungen an den Beinen an das
Rückenmark und umgekehrt Befehle des Gehirns vom
Rückenmark an die Beinmuskulatur weiterzuleiten.
Ursache für Ischias-Schmerzen (Ischialgie) können
muskuläre Verspannungen oder blockierte Wirbelkörper,
sowie ein Bandscheibenvorfall sein. Ebenso sind während
der Schwangerschaft Ischias-Schmerzen keine Seltenheit.
Meist sind die Schmerzen nach der Geburt jedoch wieder
verschwunden. Auch nach Operationen im Bereich des Hüftgelenkes
(z.B. Einsatz einer Hüftprothese) kann es zu Druckschäden
des Ischiasnerv kommen.
Ursachen
Die Ischias-Schmerzen entstehen häufig dadurch,
dass der Ischiasnerv in Höhe des 4. Lendenwirbels
und des 2. Kreuzbeinwirbels der Wirbelsäule eingeklemmt
wird. Die häufigste Ursache ist jedoch ein Bandscheibenvorfall.
Dabei drückt die Bandscheibe auf den Ischiasnerv
und löst die Schmerzen aus.



