Heutzutage stellen Durchblutungsstörungen und die ihnen zugrunde liegenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine der Volkskrankheiten dar. Es ist die mangelnde Versorgung von Organen mit Blut.
Ausgehend vom Herzen verteilen die Arterien das Blut im gesamten menschlichen Körper. Dabei pumpt die linke Herzkammer das Blut in die Aorta. Die Aorta weitet sich um das Blut aufnehmen zu können. Diese Gefäßerweiterung setzt sich durch das gesamte Arteriensystem fort. Die Durchblutung eines Organs ist notwendig, um seine Sauerstoffversorgung zu gewährleisten. Die Organe werden ebenfalls über das Blut mit anderen wichtigen Substanzen versorgt, damit die Funktionalität der Organe erhalten bleibt.
Bei einer Durchblutungsstörung ist dies nicht mehr gewährleistet. Durchblutungs- störungen können plötzlich (akut) oder sehr langsam, im Rahmen einer chronischen Gefäßerkrankung, einer sog. Arteriosklerose (Arterienverkalkung), prinzipiell in jeder Arterie des menschlichen Körpers vorkommen.
Organe ohne Sauerstoff
Die Fähigkeit der Organe ohne Sauerstoff zu überleben ist sehr unterschiedlich. So hat das Gehirn eine Toleranzgrenze von nur etwa 8 bis 10 Minuten um ohne Sauerstoff überleben, während das ruhende Herz stundenlang ohne Sauerstoffzufuhr existieren kann.
Die Folgen
Die Folgen einer Durchblutungsstörung sind Schmerzen, Funktionseinschränkungen und im schlimmsten Fall das Absterben des betroffenen Organs. Typisch sind Durchblutungsstörungen in den Beinen (Schaufensterkrankheit) und im Herzen, weniger in den Armen. Folgen sind Herzinfarkt oder Schlaganfall. Im Bereich des Darms und des Herzen können Durchblutungsstörungen sehr schmerzhaft sein, während wiederum ein Schlaganfall nicht zwingend Schmerzen verursachen muss.
Häufig treten Durchblutungsstörungen mit zunehmendem Alter auf. Dabei sind Männer viermal mehr betroffen als Frauen.
Verschluss eines Blutgefäßes
Ursachen für Durchblutungsstörungen können Gefäßveränderungen sein.
Dies können sein:
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Arteriosklerose (Arterienverkalkung)
Dabei verhärten und verengen sich die Arterien. Durch die Verkalkung der Arterien ist die typische Gefäßerweiterung nicht mehr vorhanden. Somit findet kein geregelter Blutfluss mehr statt, so dass die ausreichende Sauerstoffzufuhr nicht gegeben ist. Arterienverkalkung ist eigentlich ein natürlicher Alterungsprozess.
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Embolie
Eine Embolie ist ein plötzlicher Verschluss eines Blutgefäßes durch ein durch das Blut eingeschwemmtes Material. Dies kann durch körpereigene und fremde Substanzen wie Blutgerinnsel (Thrombus), Tumorteile, Fetttropfen, Fruchtwasser oder Luftblasen geschehen. Eine Embolie findet somit nicht am Ort ihres Ursprungs statt. Dies unterscheidet die Embolie vom Thrombus. Als Thrombus wird die Bildung eines Blutgerinnsels im Kreislaufsystem bezeichnet. Dieser führt am Ort des Entstehens zum Gefäßverschluss (Thrombose).
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Gefäßentzündungen (Vaskulitis)
Der Begriff Vaskulitis bezeichnet eine entzündliche Erkrankung der Blutgefäße (Arterien, Kapillare und Venen). Man unterscheidet zwischen primärer und sekundärer Vaskulitis.
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Die primäre Vaskulitis ist eine eigenständige entzündlich-rheumatische Krankheit. In sich werden sie nochmals nach der Größe und Art der befallenen Blutgefäße unterschieden
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Die sekundäre Vaskulitis tritt im Rahmen anderer Erkrankungen auf. Sie kann durch Medikamente und Infektionen ausgelöst werden.
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Folgende Risikofaktoren können in den jungen Jahren Gefäßveränderungen fördern:
Die Zeitdauer der eintretenden
Beschwerden/Symptome ist oft Hinweis für die zugrundeliegende Ursache.
Arteriosklerose (Arterienverkalkung)
Die Arteriosklerose (Arterienverkalkung) verursacht keine Beschwerden. Erst wenn sich der Blutfluss in den Gefäßen deutlich verringert treten bestimmte Symptome auf. Bis zum erstmaligen Auftreten der Symptome können jedoch Monate oder Jahre vergehen.
Die chronisch arterielle Verschlusskrankheit in den Beinen ist auch unter dem Namen Schaufensterkrankheit bekannt. Am häufigsten ist die Arterie des Oberschenkels betroffen. Typisch sind die Gehpausen, die der Betroffene aufgrund eines ziehenden Schmerzens in der Wade immer wieder einlegt. Diese zwingen den Betroffenen immer wieder zum Stehenbleiben.
Bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit unterscheidet man 4 Stadien der Symptome.
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Stadium I
Keinerlei Beschwerden
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Stadium II
Beschwerden treten bei Belastungen auf und verschwinden in Ruhephasen
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Stadium III
Beschwerden treten nun auch in Ruhephasen auf. Eine Ausnahme ist das Sitzen. Hier klingen die Beschwerden ab, da die Beine besser durchblutet werden.
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Stadium IV
Durchblutungsstörungen sind so stark, dass das Gewebe geschädigt ist. Im fortgeschrittenen Stadium liegt ein sog. Raucherbein vor. |
Die Symptome können ebenso unterschiedlich sein, da es eine große Rolle spielt, welches Gefäß verengt ist.
Durchblutungsstörungen im:
Embolie
Kommt es in der Arterie von Armen und Beinen zu einem plötzlichen Gefäßverschluss, treten sehr schnell Beschwerden in den betroffenen Körperteilen auf. Dies lässt auf eine Embolie schließen. Typische Symptome sind Pulsverlust, Schmerz, Blässe und Kälte, Taubheitsgefühl, Lähmung und Schock.
Vaskulitis (Gefäßentzündung)
Bei einer Vaskulitis (Gefäßentzündung) stellen die ersten Symptome fast immer Symptome anderer Krankheiten auf. Diese treten häufig auf, bevor die Auswirkungen der Vaskulitis an den betroffenen Organen erkennbar ist. Diese Allgemeinsymptome sind Fieber, Abgeschlagenheit, Nachtschweiß, Gewichtsabnahme, Gelenkschmerz. Später treten dann die typischen Symptome an den Organen auf.
Gefäßentzündungen an der:
Diagnose
Bei Durchblutungsstörungen kann die Diagnose meist anhand der typischen Beschwerden gestellt werden. Mit einer Ultraschalluntersuchung können Verengungen und Verschlüsse der großen Blutgefäße sichtbar gemacht werden. Die kleineren Gefäße kann man mit einer Angiographie untersuchen. Dabei werden Arterien mithilfe eines Röntgenkontrastmittels, das direkt in die Schlagader gespritzt wird, radiologisch dargestellt. Des weiteren können Blutuntersuchungen, EKG (Elektrokardiogramm) zur Feststellung einer Reizleiterstörung und Herz-Lungen-Röntgenuntersuchungen durchgeführt werden.
Therapie
Die Therapie von Durchblutungsstörungen erfolgt nach zwei Ansatzpunkten: Zum einen werden die auftretenden Symptome behandelt, zum anderen soll das Fortschreiten der Erkrankung aufgehalten werden. Die Therapie der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit wirkt dabei in den 4 Stadien völlig unterschiedlich.
Im Stadium I wird versucht ein Fortschreiten bzw. eine Verschlechterung der Gefäßerkrankung zu verhindern.
Stadium II zielt darauf ab, dass der Betroffene Belastungen (z.B. längere Gehstrecken) beschwerdefrei absolvieren kann.
In Stadium III und IV ist oberste Priorität die Verhinderung einer Amputation der Arme und Beine.
Hilfreich sind dabei:
Auflösung der Blutgerinnsel mit blutverdünnenden Medikamenten.
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Operation |
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Amputation |
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Gefäßersatz durch körpereigene Vene, Arterie oder Kunststoffprothese |
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